Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Benennun gen.

G riech.

Yua*«*. Diosc. ex Spreng, hist. rei herb.

p. t6o.

Deutsch,

Der betäubende Wegetritt. Das Floh-

saamenkraut.

Franz.

La pnlicaire ä feuilles dentees. Herbe

aux puces.

Ital.

Silio.

Span.

Zaragatona.

Port.

Zaragatoa.

Engl.

Clammy plautain.

Ho 11.

Vlookruid.

Dan.

Psilleurt.

S c h w e d.

Loppfrögräs.

Die Pflanze ist in den südlichem Ländern Eu-ropas einheimisch; in Deutschland findet sie sichnur sehr sehen, nach Wulfens Angabe im Littorale.Die Wurzel ist einjährig, einfach, fafsrig, weifs.Der Stengel ist aufrecht, vom Gruude an ästig, sel-tener fast einfach, rund; die Aeste stehen sichkreuzweise gegenüber und sind, wie der Stengelselbst, mit klebrigen Drüsenhaaren bedeckt.

Die Blätter sind gegenständig, am Grunde miteinander verwachsen, sparrig-abstehend, oder et-was zurückgebogen, schmal, linien - lanzettförmig,am Rande mit kleinen entfernten Zähnen und ein-zeln stehenden Haaren besetzt.

Die Blüthen stehen in eyförmigen Aehren aufgegenständigen ungefähr li Zoll langen behaartenBlüthenstielen, in den Winkeln der oberen Blätter;an der Spitze sind sie sich mehr genähert und bil-den gleichsam eine unregelmäfsige Dolde. Diekleinen, lanzettförmigen Deckblättchen haben einehäutige Basis, und sind von der Länge der Kelche,die untersten etwas länger.

Die Kelchabschnitte haben dieselbe Form, undsind wie die Deckblättchen auf dem Rücken mitDrüsenhaaren bedeckt.

Die Röhre der häutigen Blumenkrone ist glatt,die lanzettförmigen spitzen Abschnitte sind zuerstweifs, nach dem Blühen bräunlich.

Die aufrechten, zarten, blafsvioletten Staubfä-den tragen rundliche, gelbe Antheren. Der eyfor-mige glatte Fruchtknoten endigt in einen braunen,fadenförmigen Griffel, welcher kürzer als die Staub-geläfse ist. Die häutige Kapsel springt ringsumauf und enthält zwey kleine, glänzende, braune,Saamen. Diese Saamen sind wegen ihrem bedeu-tenden Gehalt an Schleim für die Medizin wichtigund kommen unter dem tarnen Flohsaamen (SemenPsyllii) vor.

(N. v. E.)

Abbildungen.

. 10. )

sub Psvllio.

Plenk. Icon. pl. med, tab. 62.Sturm. Deutschi. Flor. Fase. 7Sabbati. Hort. Roman. IL tabBlackwell, Herb. lab. \ii.Ludwig. Ectypa. tab. 44«Buillard. Herb. tab. 4G3.

Erklärung der Tafel.

1. Die blühende Pflanze.

2. Ein Aehrchen, in natürlicher Gröfse.

3. Ein Deckblättchen.

4- Dasselbe, vergröfsert.

5. Der Kelch, ~i beide Figuren ebenfalls ver-

6. Die Blumenkrone, $ gröfsert.

7. Die Kapsel mit der Blumenkrone, in natürlicher

Gröfse.

8. Dieselbe in der Mitte aufgesprungen, vergröfsert.

9. Dieselbe mit der Scheidewand und einem Saa-

men , vergröfsert.

10. Der Saamen, in natürlicher Gröfse.it. Derselbe von vorn gesehen, vergröfsert.12. Derselbe von der Seite gesehen.