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die sich in der Churfürstlichen Galleric zu München befindet, wird für«in Meisterstück gehalten. — Nicht minder hßrühmr wurde sein Sohn,der ebenfalls Lucashieß und >566 als Bürgermeister zu Wittenbergstarb. Man hak von beiden viel Holzschnitte, besonders in D.Luthers Bibeln. Was der erstere, dessen eigentlicher Nähme Müllerwar» und in Kranach in Bamberg seinen Geburtsort anerkannte, alsKünstler war, ist langst entschieden und bedarf keines Lvbprcisens;aber er zeigte sich auch zugleich als den treusten Unterthan und Vereh-rer seines nachher so unglücklichen Landesherrn, Friedrichs desGroßmüthkgen. Denn als dieser in der unglücklichen Schlacht beiMühlberg gefangen worden war, und Kaiser C a r l V. den Kranach»der ihn in der Jugend gewählt hatte, ins Lager hohlen ließ, so stellteer ihm frei, sich eine Gnade auszubitten. Gerührt fiel Kranach vorihm nieder, und bath um die Befreiung seines Herrn. Alsdiese nachher erfolgte, blieb er auch beständig an seiner Seite. ^
Krapp, Färberrölhe, ein gewisses Färbekraut dessen roth-liche zaserige Wurzeln zu den dauerhaften rothen Farben gebrauchtwerden.
Krater s. Vulkan.
Kray, (Baron Paul) General-Feldzeugmeister in OesterreichischenDiensten, Kommandeur.des Theresien-Orb-ms, Inhaber eines Infan-terie-Regiments u. s w. Er wurde zu Käsmark in Ungarn am 5. Fe-bruar 1735 geboren; sein Vater war Hauptmann. Der Primas Csakyließ ihn zu Wien studiren. Im Jahre 1754 trat er in Militärdiensteund machte den siebenjährigen Krieg mit. Im Jahre 1784 stillte er inSiebenbürgen dem Wallachischen Aufruhr unter Horja und Kloska»wofür er zum Obersten ernannt ward. Nachdem er den Türkenkriegals Oberst mitgemacht, wurde er zum General-Major ernannt und dienteMit Auszeichnung 179z, 1794, 1795 in den Niederlanden und am Nie-derrhein. Im Jahre 1796 stand er bei der Armee Wartcnsleb ens undfuhr fort, von der Eröfnung des Feldzugels an. die wichtigsten Dienstezu leisten; wurde damahls zum Feldmarschalllieutenank erhoben, be-nahm sich auf die glänzendste Weise in allen Vorfällen, welche imAugust und September in Franken statt hatten» und machte sich haupt-sächlich durch seine Talente und klugen Manövers in den Schlachtenvon Attenkirchen, Forchheim, Bamberg , Wetzlar, Giessen u. s. w.bemerkt. Die Niederlagen , welche diese Armee, damahls unter Wer,nek, zu Anfang 1797 erlitt, und die Verwirrung, in welche sie Hochebrachte, zogen dem größten Theile der dabej dienenden Generale Ver-antwortung zu. Kray wurde von dem zu Wien gehaltenen Kriegsra-che frei gesprochen, ging im Juli zur Armee in Italien und übernahmnach dem Tode des jungen Prinzen von Oranien das Oberkommando;er erötnete den Feldzug von 1799 auf die glänzendste Weise und berei-tete die Fortschritte vor, welche sodann Melas und Suwarow machten.ES wurde ihm die Belagerung von Mantua übertragen, und nach z Mö-ndchen, wo er noch einen Augenblick durch die Annäherung der Ar-mee MacdonalS gestört worden war, zwang er die Festung zur Ueber-gäbe. Der Kaiser schenkte ihm im Februar rsoo zu Wien den sckmek