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HymnuS: so hieß-en die heilk-gen Lieder oder Lobgcsänge, wel-che bei den Opfern und Festen der Griechen zu Ehren der Götter ab-gesüngen wurden, und worin die Thaten, die Huld, Freigebigkeit derGötter gerühmt und ihre Huld und Gnade erfleht wurde. Wir ha,den deren noch vom Kallimachns, Homer und andern übrig er»halten. — Auch bei uns ist die Hymne als eine besondere Gattungder Ode angenommen worden. Nur ist es zu verwundern, daß manin unfern heutigen gottesdienstlichen Gesängen, wo so viel erhabeneGegenstände, der Anbetung würdig, sich darbietcn, der Hymnen sowenig findet.
Die Hyperbel, eine Figur der Rede (s. Figur), welche eineSache übertreibt, sie in einem üdertribeiie« Lichte oderSchatten darstellt. Hyperbolisch, übertrieben.
Die Hypcrboräer. Die alten Griechen benannten die »ord.wärts über Thracien wohnenden Nationen mit diesem Nahmen; wirverstehen gewöhnlich die Völker darunter, die über den Nordpol hin-aus wohnen sollen —> die U ebe r n o rdlcknd e r.
bl v p e rc ri ti c u s , ein Ueberkrittler , der den kritischen Tadelübertreibt, und die unbedeutendsten Kleinigkeiten aussticht, um nurzu tadeln. Hypercrttik, die Ueberkrittelry.
Hypcrmnestra, die älteste Tochter des Danaus und Gemah-lin des Lynceus, den sie, als die einzige von ihren Schwestern,wider den väterlichen Befehl, nicht umbrachte. M. s. den Art. Da-na i d e n.
Hyperorthodox, überrechkgläubiq , erzgläubig. Hyper-ortho do/ie, die Ueberrechtgläubigkeit (bei welcher man aller ver-nünftigen Prüfung und Aufklärung feind ist)
Hyperphysisch, (griech.) übernatürlich, übersinnlich; wasaußer dem Gebiete sinnlicher Wahrnehmung liegt, und die Grenzenmöglicher Erfahrung überschreitet.
Hypersthenie, (griech.) S. Sthenie.
Hyphen, (Griech) das Verdi,idungszeichen Wörter (-), z.B. Leinwand-Manufaktur.
Hypnos, der Schlaf. — S. d. Art. Somnus.
Hypochondrie, eine Krankheit, welche in dem Unterleibeund vörzü stich in den weichen Theilen unter den kurzen Rippen ihrenSitz hat, von einer reizenden, auf die Nerven wirkenden Scharfeherrührt, reizbare und viel sitzende Personen am meisten nnd heftig-sten angreift und oft in Trübsinn und Melancholie ausarket. Dahernennt man auch Hypochondrie eine üble schwcrmürhige Laune,ein eingebildetes Krankftyii; ein trübsinniges, grämliches Wesen,wenn auch nicht grade jenes körperliche Uebel die Ursache ist. Weilman vormals die Ursache der Hypochondrie in der Milz suchte, sowird sie auch Milzsucht, Milzbeschwerung genannt tt/pocüon-llriscus, Hypochonder, Hypvchondrist, ein mit obigerKrankheit Behafteter — uneigentlich, ein eingebildeter Kranker, einGrittenkranker. — Er ist hypochondrisch, heißt entweder: erlei-det an einem krankhaften Zustande der Eingeweide, -der ihn trübsinnigmacht — oder: er ist eingebildet krank, grillenkrank.