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Dienste zum Feldherrn machte. Nach des Königs Tode machte er sichbei dessen Nachfolger sehr beliebt, nahm ihn aber plötzlich in derHauptstadt gefangen (1760), enkhronte ihn und eroberte sein Reich.Die Mißvergnügten, die er zu La ssenden hinrichten ließ, erhieltenHülfe von den Maratten, wurden aber so wie diese geschlagen.Hyder erweiterte nun das Königreich Mysore außerordentlich;sein Heer war zahlreich und trefflich geübt, und sein Vermögen sehranschnlkch. Er erkaufte in einem Kriege, den die Maratten in Ver-einigung mit der Englisch - Ostindischen Compagnie vom Jahre «766an gegen ihn führten, von den erster» den Frieden mit Geld, schlugdie letztere in mehren, blutigen G sichten, und nölhigte sic zu einemnachtheiligen Frieden (17Ü9). Doch jetzt wäre er bald auf immer ver-löre» gewesen; den die Maratten, seine heftigsten und gefährlich-sten Feinde, eroberten 1770 mit einem ungeheuren Heere fast sein gan-zes Land , und er war bloß auf den von den Feinden belagerten PlatzSenngapakam eingcfchlosseii. Allein auch hier verließ ihn sein Mathnicht; er zwang die Maratten zur Aufhebung der Belagerung, be-nutzte ihre inner« Unruhen, eroberte alles wieder was er eingcbüßthatte, und genoß von 1775 bis 178» -itzen oollkommnen Frieden.Allein nach Ausbruch des Kriegs zwischen den Engländern undFranzosen, nebst deren Bundesgenossen, faßte er den Plan, Lenerster» alle ihre Besitzungen in dem südliche» Lhcile der westlichenOstindischen Halbinsel zu entreißen; er überfiel fie, und thal ihnen zu-gleich mit seinem kapfern Sohne Tippo Said, den er zum Statt-halter über mehrere Lande gesetzt halte, in den Jahren 1,80 dis ,782außerordentlichen Abbruch. Er gewann, von den Franzosen unter-stützt , mehrere Schlachten, erlitt aber auch von den Engländern man-che. empfindliche Niederlage, und starb noch vor Entigung des Kriegs1782 an einem Krebsschaden, den er schon einige Jahre gehabt hatte.Sein Sohn Tippo Saib brachte jedoch 1784 einen Frieden zuStande, mußte aber ,792 nach einem unglücklichen Kriege mit denEngländern und ihren Alliirtcn an die erstem die Hälfte seiner De-fitzung'il abtretcn.
H yber a d a b , die Hauptstadt von Golconda in Ostindien
Die Hydra von Lerna, auch die Lernäische Schlan-ge genannt, (Mytho.) >ine ungeheure Schlange in dem stehende»See Lerna, w.lchc in der Gegend dieses Sees groß.» Schaden an-richkete. Sie hatte viele Köpfe; und schlag man lbr einen ab, sowuchsen viele andere dafür, wenn man nicht sogleich Fuer auf dieWunde brachte. Dieses Ungeheuer wurde endlich von dem Herku-les erlegt.
Die Hydraulik, die Lehre von der Bewegung flüssiger Ma-terien und insbesondre des Wassers. Die Hydrostatik, die Lehrevom Gleichgewichte flüssiger Materien unter einander selbst und mitfeste» Körpern.
Hydraulus (Orzsuoll ti^ckruulicum): Wasserorgel,s. den Art. Orgel.