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Anhalts , sind zu Nürnberg in 2 Theilen herauSgekomme», und
wieder aufgelegt worden.
Hussiten, Anhänger des Johann Huß. Sein Tod ward vonder großen Anzahl f iner Anhänger in dem bekannten Hussitenkrie-ge schrecklich gerächt; und obichvn diese endlich der Uebermacht wei-chen mußten, so dauerten sie doch immer noch im Verborgenen fort,und halfen die glücklichere Reformation im 16. Jahrhunderte vorbe-reiten. Sie wurden späterhin die böhmischen Brüder, auch dieThaboriten genannt, von dem Felsenschloffe Thabor in Böh-men, das der bekannte Ziska, ihr Anführer, erbaute.
Husum, eine ziemlich große und wohlgebaute Stadt im Her-'zvgthum Schleswig. Nährt sich von der Brauerey und vom Vieh-Handel.
Ulrich von Hütte n , ein »Deutscher Edelmann, welcher iMzu Stcckelberg, einem Schlosse in Franken, geboren wurde. Schonfrühzeitig zeigte er viel Liebe zu den Wissenschaften, aber desto mehrAbneigung zu der Jurisprudenz, welche ihn sein Vater auf der Uni-versität zu Pavia zu erlernen zwang. Er wendete sich bald darauswieder zu den schönen Wissenschaften und trat mit den vorzüglichstenGelehrtender damahligen Zeit, besonders mit dem ErasmusvonRotterdam, in Verbindung. Pfaffen und Mönche waren seine erklär-ten Feinde, weil sic die alte Finsterniß schützten, der Hutten ausallen Kräften entgegen arbeitete, und deßwegen zu den Wiederhersiel-lern der Wissenschaften in Deutschland gerechnet zu werden verdient.Cr bekannte sich einige Jahre vor seinem Tode zu der Lutherischen Re-ligion , zeigte sich in dem Krieg des Schwäbischen Bundes, mit demHerzog Ulrich von Würtember-g, als einen tapfcrn Heerführer,und starb ,52z. Die Güte seines moralischen Charakters ist von Vie-len bezweifelt worden.
Hans von Huysum» geb. zu Amsterdam >632, gest. 17-sy,der größte Blumenmahler der Holländer, dessen Blumenstücke dieNatur auf das täuschendste nachahmen und um ungeheure Preise vcr- -kauft werden.
Hyacinthus (Mytbol.), ein Sohn der Muse Klio und desPicrus, oder nach andern des Spartanischen Königs Amyclas und derDiomede, war ein sehr schöner Jüngling, der Anfangs von dem altenThracier, Thamyris, nachher vom Apoll mit großer — freilichunerlaupter Zärtlichkeit gelicht wurde. Zephyr buhlte ebenfalls umseine Liebe, da es ihm aber nicht glückte, so nahm er die empfind- ^lichste Rache, indem er einst den Discus beim Spiele des Apollo und ^Hyaciuths so lenkte, daß er den letzter» tödtete. Apollo darüber au-ßer sich, verewigte wenigstens HyacinkhS Andenken dadurch, daß er !«us seiner Asche eine duftende Blume, die Hyacinthe, entstehenließ. Auch wurden ihm zu Ehren zu Amyklä in Lakonien besonderefeierliche Wettspiele (Hyacinthia- begangen, wobei die Wurf-scheibe eine der vorzüglichsten Ucbungen abgab; ein Fest, das ci»Sder feierlichsten und wichtigsten war, drei Tage lang dauerte, undsich auch während der ganzen Biüthenzeit Griechenlands in Ansehenerhielt.