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2 (1812) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 2 / [E - K]
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Hau

lonen und Niederländern, auch viele Juden, die sich mit vortrefflichenManufakturen von wollenen Zeugen, Strümpfen, Zitz - Porccllain rc.beschäftigen. Besonders bringen die Tabaksfabriken und der Getreide-Eisen- und Holzhandel auf dem Mayn, der Stadt ansehnlichen Vor-theil.

Handelsbilanz, das gegenseitige Derhältniß mit einanderhandelnder Kaufleute oder Nationen, d. i. die Art, wie sie in Absichtdes Handels mit einander sichen. Ein Staat hat* die Handelsbilanz«uf seiner Seite, wenn er an andere mehr Produkte oder Waren ver-kauft , als er von ihnen erhält. — Handelscolonieen, sind aus-ländische Besitzungen, welche einer Gesellschaft von Kaufleuten undAckieninhabern gehören, und des Handels wegen angelegt sind; z. B.die Englischen Handelscolonien in Ostindien.

Handfrohne, ein Frohn-oder Herrndienst, der blos mit denHänden geleistet wird. Handlohn, ein gewisses Geld, das bei Ver-äußerungen oder Veränderungen von Gütern und überhaupt bei jedemLehnsfalle dem Obereigcnthums-oder Lehnsherrn von dem neuen Be-sitzer entrichtet werden muß. Hand veste, war ehemahls jede Ver-sicherung, die man mit seiner Hand gab; desgl. jede Handschrit oderschriftliche Urkunde, in deren angehängtes Wachssicgel man seinen Dau-men eindrückte.

Handgemahl, eine an die linke Hand getraute Frau. Ha u d-lehn, ein Erblehn, welches an das weibliche Geschlecht vererbt wer-den kann; oder auch ein Lehn, welches man unmittelbar von dem Lan-deshcrrn erhalten hat.

Handlungen einem Schauspiel, Roman, Gedichte ist dieReihe der Begebenheiten, in wiefern sie durch die handelnden Perso-nen lebenvoll dargestellt wird. Man sagt daher z B. von einem Schau,spiel; es scy wenig Handlung darin, d. h. es werde mehr erzählt als! lebendig dargestellt.

Handlungsakademie, eine öffentliche Lehranstalt, auf wel-! cher die Handlungswisscnschaft gelehrt wird.

Die Han ge matte ist eigentlich auf dem Schiffe eine Hangende,

! sn beiden Enden oder an den vier Zipfeln aufgehängte grobe Lcin-i wand, oder ein Segeltuch, rund herum mit Segeldrakh benäht, wel-ches den Menschen auf den Schiffen zur Betstellc dienen mrf. Manhat aber auch Hängematten auf dem Lande, besonders in warmenLandern, nahmeiatlich in Ostindien und Amerika, die aber besser undbequemer, von Baumwolle gearbeitet, und in ganz Amerika sehr häu-5g verfertiget werden, wo man sich ihrer zu Hause sowohl als aufReisen bedient; dort werden sie an eigne, in den Zimmern dazu ein-gerichtete Pfeiler, und hier an ein Paar Acsie von Bäumen aufge-hangt und befestiget, so daß man besonders vor dem kriechenden Un-geziefer gar sehr gesichert ist. In Ostindien lassen sich sogar vornehme«nd begüterte Leute darin wie in einer Sänfte tragen , indem die Hän-gematte an eine g:oße Stange gebunden und von ein paar Schwarzenauf den Schultern, oder auch auf den Köpfen getragen wird.