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bis zum 6. August, wo sie sich auf ehrenvolle Bedingungen ergab»Seitdem nun noch weit mehr befestiget, erfolgte die in unfern Tagenso viel Aussehen erregende Z) im Iah? 1806 durch die FranzösischenTruppen. Bei den reißenden Fortschritten dieser Truppen in Neapelim Februar dieses Jahres, erhielten sie unter mehreren Festungen auchGaLta von der Legierung zu Neapel zugesichert; allein der wackereCommandant derselben, Prinz Louis von Hessen-Philipps-rhal, weigerte sich der Ucbergabe» und schickte sich trotz der häufigstenAufforderungen zur Gegenwehr an : die Franzosen mußten sich zu ei-ner förmlichen Belagerung entschließen. Mit dem glorreichsten Muthehielten Er und die Besatzung bis zum Juli aus, und nur eine schwereVerwundung durch eine Bombe , die tbdtlich schien, und weshalb ersogleich nach Sicilien übergeschifft werden mußte, konnte es endlichdahin bringen» daß die Festung den ig. Juli capftulirte.
Die Gaillarde, Jtal. iarcks, (Musik) hieß ehemahls einzu einem lustigen und fröhlichen Tanze eingerichtetes Tvnstück, mei-sten TheilS in Tripcltakt gesetzt; sie wurde auch Rom a ne.sque ge-nannt , weil sie zu Rom ihren Ursprung gehabt haben soll.
Ösls, Oslls, (Span.) ein Feierkleid, Prachtkleid, Hos-und Staatsklcid, z. B. en (ang) 6sUs seyn. Desgleichen ein Festtagam Hose, wobei dir Gäste in Halis erscheinen; z. B. es ist hente beiHose große 6slla.
Galactit, (Griech.) ein grauer Stein von schönem Ansehn, dergepulvert, einen Milchsaft gibt: Milchstein.
Galactophagen, (Griech.) Milcheffer. Ein BeinahmederScythischen Hirtenvölker, die von der Viehzucht leben. Galactop»-sie, der Milchtrank oder die Milchkur.
6 slsn. (Span.) der Liebhaber; insgemein mit dem Nebenbe-griffe: der Buhler. Das alte Wort Buhle wird im guten Sinne ge,nommen. (Galans, (Franz. Galangs) mit Zucker überzogene Pome-ranzen- und Citronenschalen. Galant, geputzt oder geschmückt; z. B.sie geht äusserst galant. Desgleichen artig und höflich » besonders gegenFrauenzimmer. Auch: schönthuerisch, verliebt; z. B. er ging sehr ga-lant mit ihr um, d. h, er that sehr schön mit ihr. Bisweilen heißtgalant eben so viel als Ausschweifend, z. B. sie soll etwas galant seyn.Galante Sitte, d. i. leichte, lockere Sitte. Galanter Geschmack,in der Malerei ist derjenige, der reizende Erfindungen erzeugt, den Ki-guren einen lachenden» glänzenden Anstrich gibt, und dem Auge desAnschauendeN schmeichelt. Oslant-üomme , (Galantomm) einfeiner artiger Mann; ein Mann von Welt, der sich beliebt zu machenweiß. Lsiaoreeis, der Putz ; daher Galanteriewaren, Putz-waren s Galanter ichändl er, Putzhänvler; Galanteriepup-pe, ein Frauenzimmer , das dem Putze leidenschaftlich ergeben ist. Danilist auch Galanterie die Artigkeit gegen das weibliche Geschlecht,z. B. einem Mädchen Galanterieen sagen. Bisweilen ein Geschenkaus Artigkeit, z. B. ein Blumenstock, ein Llui u. dgl. Insbesondreversteht man unter Galanterie die Schönkhuerei, die sich wie Ver-liebtheit äußert, die Liebcley. So hält z. B. manches Mädchen fürAusdruck wahrer Liebe, was bloße Galanterie ist. — Auch wohl dieLiederlichkeit, der unsittliche Licbesgenuß ; daher Galanteriekrank-