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2 (1812) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 2 / [E - K]
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Fus First '9»

nähmlich von den Lanzenknechten sowohl, als von den Muske-tieren. Heut zu Tage aber bezeichnet man damit eine gewisse Gattungleichter Soldaten zu Fuß, deren Gewehr etwas kleiner und leichter ist,als das der Musketier.

Fusion, (Lat.) die Schmelzung, daS Schmelzen.

Fuß, Schuh, ein Längenmaß. Der geometrische Fuß hält ioZoll, und ist der rote Theil einer Ruthe. Der rheinische Fuß hält isZoll und ist der i 2 te Theil einer Ruthe. Bei den Orgelbauern ist Fußrin angenommenes Maß, um den Ton eines Orgelregisters zu bestim-men. Acht Fußlon gleicht der menschlichen Stimme nach den vierAltern, so daß darin Baß, Tenor, Alt und Diskant liegen. VierFußton heißt, wenn das tiefe L des Baffes nur den Ton gibt, wel-chen in einer achlfüffige« Pfeife daS 0 des Tenors oder das kleineungestrichne 0 hören läßt. Sechszehn Fußton hingegen ist, wenndas unterste 6 eine Ockaoe tiefer oder noch einmahl so tief klingt, alsdas unterste L im Achtfußton. Im zs Fußton klingt es um a Octa-ven tiefer. In der Dichtkunst versteht man unter Fuß zwei odermehr, jedoch nie über vier mit cinande» verbundene Sylben, die eingewisses Maß (Länge und Kürze) habe»; z. B.

- O - V

Ein weijscs froin>mes Herzjoder

Wanderer>bsicke hiejher und vcr-Iweile.j

F«ß in der Münze, s. Münzfuß. Der Ausdruck: auf einengroßen Fuß leben, schreibt ftch von einer Mode des >4tcn Jahr-hunderts her, wo sich die Länge deS Schuhes nach dem Range devPerson richtete. Fürstliche Personen trugen Schube von 2 ; FuH. Frei-herrn von 2 Fuß und gemeine Edckleute von 1 ; Fuß Länge- Fußan-geln, sind vierspitzige Eise», welche zur Beschädigung der Füße aufdie Erde geworfen werden; dergleichen haben z. B die Leipziger Hä-scher , welche sie brauchen, wenn Tumulte entstehen. Fußgesimse,ist der unterste Theil am Gesimse einer Säule. Fuß kn echt, ei»Zorstbedienler, der unter dem Förster zu Fuße dient, im Gegensatzdeö Heidereiters. Vor Alters verstand man unter Fußknechkeu Sol-daten zu Fuß.

Lns tLA v, (fr. insgem. Füstahschc) die Einfassung von Wa-re», oder das Gefäß, worin Waren enthalten sind oder versandtwerden.

ku5ti, (Jtal.) ist in der Kaufmannssprache der Abgang derWare, der für Beschmutzung oder Beschädigung gerechnet wird. Fa-st« rech nu n g , die Abgangsrcchnung oder die Rechnung über das Zer-brochene, Verdorbene oder Mangelhafte der eingehandelten Waren,wofür auch die Kaufleute die undeulschcn Wörter Refacti und Ger-belur gebrauchen.

... Fustigaiion (Lat^ die Ausprügelung, insbesondere die öffent-liche Auspeitschung, der Stauvcnschlag oder Stauvbeftii. Fust 1 gi«ren, «uspri'igeln, auspeikschen.