Benennu n g e n.
G r i e c h. Uirtaiu*. Tittä««*.
Deutsch. Die Mastix-Pistacie. Der Mastixbaum.
Französ. Le terebinthe lentisque.
Italien. Span, und Port. Lentisco.
Engl. Mastik-tree.
Holland, Mastikboom.
Dänisch. Mastixtrae.
S c h w e d. Mastixträd»
Das Vaterland dieses Baumes ist Griechenlandund vorzüglich die Insel Chios, wo er sehr häufigangebaut wird.
Der Stamm wird mit den aufrecht-abstehen-den Aesten ohngefähr io - i2 Fufs hoch. DieRinde ist rissig, dunkelgrau. Die Blätter stehen ab-wechselnd an der Spitze der Aeste, sind immer grün,abstellend, abgebrochen-gefiedert, mit geflügeltenBlattstielen; die Fiederblättchen, zu 4 oder 5 Paar,sind klein länglich, ganz randig, stumpf mit einemkleinen Spitzchen, zuweilen stehen sie abwechselnd,und nur die Blättchen des oberen Paars sind sichentgegengesetzt, (opposita.) Die Blüthen stehen inaufrechten kurzen zusammengesetzten Trauben inden Winkeln der Blätter, sind klein und unan-sehnlich.
Bey der männlichen Pflanze sind die einzelnenBlüthen fast sitzend mit einem kleinen schuppen-für migen Deckblättchen an der Basis, Der Kelchbesteht aus drey oder selten fünf sehr kleinen undungleichförmigen Zähnen. Die röthlich-gelben Staub-beutel sitzen ohne Träger auf und sind viermallänger als der Kelch. Bey der weiblichen Pflanzesind die kleinen Blüthen etwas länger gestielt; dieKelchzähne sind länger, spitzer, gelblich-grün und
die drey verdickten Ifarben ragen nur wenig her-vor. Die Früchte haben die Gestalt kleiner Erb-sen und sind bei der Reife röthlich gefärbt. DurchEinschnitte in die Rinde des Baums wird besondersauf der Insel Chio das wohlriechende Mastiz-Harz(Mastiche) gewonnen. Es wird auf der genanntenInsel in so reicher Menge gesammelt, dafs sonst anden Türkischen Sultan als Tribut 3oo,ooo Pfundabsregreben werden konnten.
Guter Mastix (Mastiche electa) erscheint inleichten trockenen etwas bestäubten gelblich-weifsenhalb-durchscheinenden und gleichsam glasartigenKörnern von verschiedener Gröfse. Sein Geschmackist unbedeutend etwas bitterlich; auf Kohlen ver-breitet er einen höchst angenehmen Geruch. In ge-wöhnlichem Weingeist löfst er sich nur bis auf 15Rückstand auf, in absolutem Alkohol und Terpen-tinöl ist er hingegen ganz löfslich,
* (N. v. E.)
Abbil düngen.
Plenk Icon. pl. med. 710.Black well. Herb. tab. 193.Ludwig Ectypa. tab. 4 1 «
Kniphoff. Cent. I. n. 64« f em - — Cent. V. n»67. mas.
Erklärung der Tafel.
1. Ein blühender Zweig der männlichen Pflanze.
2. Ebenderselbe von der weiblichen Pflanze, beyde
in natürlicher Gröfse.
3. Die männlichen Blüthen, stark vergröfsert.
4. Eine männliche Bliithe, von der Seite gesehen,
mit dem Deckblättchen, stark vergröfsert.
5. Die weiblichen Blüthen, stark vergröfsert.