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der Kutsche der Frau Postkommissairin als Laquai aufzutreten, zu er-niedrigend, als daß er nicht sogleich den Dienst verlassen sollte; er kamnach Schwerin zu einem Advokaten, der zugleich erklärter Freund derMusen war, eine ansehnliche Bibliothek, vorzüglich theatralischer Schrif-ten , besaß, und durch diese in Ekhof, der sie nun fleißig las» Ge-schmack an dieser Lektüre und bald auch den Gedanken erweckte, Schau-spieler zu werden. Er wurde mit Schönemann bekannt, und trat1740zu besten Gesellschaft. Durch Nachdenken und Fleiß bildete Ek-hof seine natürlichen Talente noch mehr aus, und ohne Muster, dieihm zum Verbilde hätten dienen können, mußte er alles durch und aussich selbst werden. Er war der erste, welcher, der Natur ganz getreu,das wirkliche Leben darstellte. Die meisten Schauspieler damahligerZeiten hatten noch vieles von der ehemabligen Steifheit und Ueber-tricbenheit im Spiele beibehalten: Ekhof traf zuerst das richtige Maßder Nachahmung auf der Bühne; jeden darzusteüendcn Charakter faßteer mit allen Eigenheiten und Nuancen auf, und gab ihn denn auch sowieder. Im Tragischen wie im Komischen gleich stark — das letzterebesonders in den Goldonischen und Molierlschen Stücken — wußte erseine körperlichen Fehler (z. B. den seiner hohen Schultern, seines nichtvvrkheilhaften Baues, seiner dicken hervorstehenden Knöchel, ja selbstden Mangel an einem treuen Gedächtnisse so zu verdecken, daß dasPublikum nie etwas davon gewahr ward. Ungemeine Kenntniß desmenschlichen Herzens und der Sitten in jedem Stande; Feuer und Nich-tigkeit in seiner Deklamation; passende Action und tret endes Eebehr-denspiel; eine kräftige, volle,' biegsame Stimme — alles das vereinigtesich, Ekhof zu einem der .ersten dramatischen Künstler zu erheben.Lange Zeit genoß er daher auch die Lichtung in den angesehensten Städ-ten Deutschlands, nahmcntlich in Hamburg, ward zuletzt Schauspiel-director in Gotha, und starb hier am isi.Iuni 1778, bewundert alsKünstler, geschätzt als trefflicher nachdrücklicher Redner, als Lichter,als kritischer Kenner der Deutschen Sprache, geliebt und geachtet alsMensch, als gesitteter, ordnungsliebender, ja selbst als religiöserMann.
Der Eklektiker, (a. d. Griech.) so nennt man gegenwärtig ei-nen Philosophen, auch einen andern Gelehrten, welcher, eben soweitentfernt von Originalität als von blinder Anhänglichkeit an ein Sy-stem, aus dem verschiedenen vorhandenen Systemen die besten Ideenheraus nimmt, und sich eigen macht.
Die Ekli pse (a. d. Griech.) heißt eine Verfinsterung der Him-melskörper. Schon die Alten hatten von solchen Veränderungen undden Mond - und Sonnenfinsternissen Kcnntniß. Dem T hales (s. d.Art.) wird zuerst die Entdeckung und Lorhcrsagung der Sonncnfinster,niste zugeschricbcn; und Anaxagoras soll zuerst die wahre Ursacheder Mondfinsternisse entdeckt haben. —Von obigem Worte rührt auchdie scherzhafte Redensart her, wenn man bisweilen sagt: sich eklip-siren, um damit anzudeutcn, daß sich einer unsichtbar —> aus demStaube macht.
Die Ekliptik, (a. d. Griech.) die Sonnenbahn, der jährlicheWeg der Erde um die Sonne.
Conv. Lex. Zweiter Band.
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