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Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Abies...............

Abies tenuiore folio, fructus deorsum inflexo. . .

Picea

Picea Latinorum, sive Abies mas Tbeophrastij3. Picea major prima seu Abies rubra ...»y. Abies alba seu femiua .......*

Abies minor ......».».'»»

8. P. (viminalis) ramulis elongatis pendentibusflexuosis laxis ........»

Benennungen.

G r i e eh. fairn* ex Spreng. Hist. r. herb. pag. 28.et 103.

Deutsch. Die Tannenfichte. Rothtanne. Pechtan-ne. Schwarztanne. Norwegische Tanne.

Franz. Le faux Sapin. Epicea. Pesse. Serente.Epicea de Norwegue.

Ital. Picea.

Port. Peuce.

Engl. Norway Spruce fir-tree.

H 011. Harstboom.

Dan, Norw. u. Schwed. Gran.

R u f s. Jel.

Po In. Swierk,

Böhm. Smreh.

Ungar. Szömörke-fa.

Dieser Baum wächst häufig im nördlichen Eu-ropa und Asien, in gebürgigen Gegenden, und wirdfast durch ganz Deutschland angetroffen. Er liebtkalte Gegenden und Berge, wird durch Saamen,der im Frühjahr ausgesäet wird, vermehrt, undkommt auf einem magern Boden am besten fort,Er wächst sehr schnell und pyramidenförmig, wirdbey 100 Fufs hoch, 4 bis 6 Fufs dick und erreichtein Alter von 4°° Jahren.

Der Stamm ist gerade; die Rinde rothbraun,schuppig und gerifsen. Die abstehenden oder auchwagerechten Aeste, sind unten nackt.

Die bleibenden Nadelblätter sind einzeln, fastkreuzweise übereinander liegend, pfriemenförmig,scharf, gespitzt, glatt, fast viereckig, und bey naheeinen Zoll lang.

Die männlichen -Blüthen gleichen Anfangs einerErdbeere und sind hellröthlich. Die weiblichenBlüthen erscheinen als röthliche nach unten gerich-tete Knospen. Die walzenförmigen hellrothbraunenherabhängenden Zapfen sind an beyden Enden et-was dünner und vier bis funfZoll lang. Die Schup-pen sind oval, flach, und die Ränder derselben wel-lenförmig und zerrifsen. Die eyförmigen, kleinen,dunkelrothbraunen Saamen sind mit einem breiten,gelbbraunen Flügel versehen. Die Einrichtung derübrigen Blumentheile ist denen der früher beschrie-

Dodon. Pempt. 866.Tournef. Jnst. 585.Garidel. Aix. pag. 2. t, i.Du Hamel Arb. vol. I. p. 3. t. 3.Bei Ion. Arb. Conif. p. 16»Tabern Jcon. glo.Camer. Epit. 47»Matth. valg. 97.Dalech. Hist. 1. pag. 5o.Blackw. herb. tab. 198.Flor. dan. tab. 193.J. Bauh. Hist. 1. lib, 9, p, 238.C. Bauh. Pin. 4°/3.C. Bauh. Pin. 5o5.C. Bauh. Pin. 4°.3.

Alström. in Act. Holm. 1777. p. 297. tab. 8. 9.

benen Fichtenarten ähnlich. Die Blüthezeit ist Maiund Juni, die der Fruchtreife November.

Das aus der Rinde dieses Baumes und mehrererandern Fichtenarten, entweder von selbst oder ausden darin gemachten Oeffnungen, auch wohl ausden Löchern, woraus vorher der Terpentin geflofsenist, hervordringende, an der Luft hart und brüchiggewordene Harz (Resina pini, Resina communis,gemeines Harz) ist offizineil. Es bekommt, nachdemes für sich geschmolzen, und von Unreinigkeiten be-frevt ist, eine weifse, gelbe oder braune Farbe, wirdzwischen den Fingern zähe, und gibt auf Kohlengeworfen einen unangenehmen Geruch von sich.Zum Arzneygebrauche wählt man hartes, weifses,von allen Unreinigkeiten freyes Harz. Auch wird dasPech aus diesem Harze bereitet. Ferner erhält manvon diesem Baume Terpentin, Terpentinoel, Gei-genharz etc.

Abbildungen:

Lamb. Descript. of. Pin. tab. 25.Schkuhr. bot. Handb. t. 3o8.Kerner. Beschreib, und Abbild, t. 2.Reiter und Abel Abbild, t. 99,Plenk Jcon. PI. medic. 683.Du Hamel edit. Michel, tom. V. tab. 80.Garidel. hist. d. Plant. d'Aix. tab. I,Du Hamel. Arb. vol. I. tab. 2.Flor. dan. tab. 193.Blackwel. Herb. t. 198.

Erklärung der Platte,

Taf. No.

1. Ein Zweig mit Blüthen beiderlei Geschlechts:

die männlichen gewöhnlich an den vorigjäh-rigen Zweigen zwischen den Blättern, dieweiblichen an den Spitzen derselben.

2. Ein Zweig mit einem ausgewachsenen Zapfen.

3. Eine einzelne Schuppe, in der ersten Entwicklung.

4. Dieselbe schon etwas älter,

5. Dieselbe aus einem reifen Zapfen, welche die zwei

geflügelten Saameokörner einschliest.