B
enennungen.
G r i e c h.
Deutsch,
Franz.
Ital.Span.Port.Engl.
Hol!.
Dan.
Schwed.
Kuss.
Poln.
Ungar.
Tpiyiot '««{fr. Diosc. ex Spreng. List.
rei herb. p. 167.
Die gemeine Biberneil, Pimpinell.
Steinpeterlein.
Le Boncage ä feuilles de pimprenelle.
Boncage mineur.
Pimpinella Saxifraga.
Pimpinella blanca.
Pimpinella branca.
Small burnet - saxifrage.
Kleine bevernell.
Quaeseurt.
Bäckrot.
Bedrenez,
Biedrzyniec.
Csaba-ire.
Auf trocknen Weiden und an Wegen nicht sel-ten in Deutschland und den übrigen EuropäischenLändern. Die Wurzel ist perennirend, einfach oderan dem obern Ende getheilt, (radix biceps) spindel-förmig, aufsen gelblich, innen weifs. Aus ihr kommtein, oder selten mehrere, aufrechte, ästige, gestreifte,glatte oder schwachhaarige ein bis zwei Fufs hoheStengel hervor.
Die Wurzelblätter stehen ausgebreitet auf langenam Grunde scheidenartigen Blattstielen, sind ungleichgefiedert und bestehen.aus fünf oder sieben, sitzen-den, eyrundlichen, stumpfen, tief und ungleich ge-zahnten Fiederblättchen; das äufserste an der Spitzeist dreilappigj die Stengelblätter, deren nur wenigevorhanden, sind gefiedert mit gefiedert-zerschnitte-nen Fiederblältchen und lanzettförmigen schmalenetwas gebogenen und rinnenförmigen Abschnitten;gegen die Spitze des Stengels hin werden die Blät-ter viel kleiner, die Abschnitte schmäler und zuletztist nur noch der scheidenartige Blattstiel übrig.Alle diese Blätter sind glatt, oben dunkelgrün,unten blafs.
Die Blüthen stehen in flachen, vielstrahl igenund vielblüthigen Dolden, die vor dem Aufblühenüberhängen. Die allgemeine und die besondere Hüllefehlt. Die Blumenblättchen sind gleichförmig, weifs,an der Spitze eingeschlagen. Die Staubgefäfse sindetwas länger als die Blumenkrone; das Nectariumauf dem Fruchtknoten und die beyden Griffel mitden runden etwas verdickten Narben, sind sämmt-lich von weifser Farbe. Die Frucht ist eyrundlichbraun und an der Nath etwas eingezogen; die bei-den Saamen sind auf der Fuge (commissura) flachund haben auf dem Kücken drei kaum merklicheRippen.
Die Wurzel hat einen sehr starken, anhaltenden,scharfen und brennenden, aromatischen Geschmack,den sie bei sorgfältigem Trocknen gröstentheils er-hält. Sie kommt in den Officinen mit dem NamenRadix Pimpinella e albae vor, und ihre Wirk-samkeit ruht besonders in einem flüchtigen ätheri-schen Oel.
An merk. Dieselben Eigenschaften besitzt dieWurzel einer sehr verwandten Pflanze, Pimpinelladissecta Hoffm. die von vielen Autoren als eineSpielart der genannten Pflanze betrachtet wird undderen Wurzel eben so gut als die der hier beschrie-benen gesammelt werden kann. Darum fügen wirauch auf einer besonderen Tafel die Abbildungdieser Pimpinella dissecta bei, die bei Ver-gleichung mit unsrer Pimpinella Saxifragaleicht erkannt wird. Der Unterschied beruht nurallein auf der verschiedenen Gestalt der Wurzel—blätter, deren Fiederblätter hier nicht ganz, son-dern gefiedert-zerschnitten sind, mit lanzettförmigen,schmalen, theils gezahnten, theils ganzrandigenAbschnitten, wie dies bei den Stengel blätternder vorhergehenden der Fall ist.
Ich mufs hiebei noch bemerken, dafs ich indieser Verschiedenheit in der Gestalt der Wurzel-blätter der genannten Pflanze, bei zwei in gleichemBoden gebauten Exemplaren keine Veränderungwahrnehmen konnte. —
Statt der Wurzeln der beiden hier abgebilde-ten Pflanzen kommt in unsrer Gegend in den Offi-cinen und bei den Materialisten häufig eine Wurzelvor, der der starke aromatische Geschmack fastgänzlich fehlt, die ich für die Wurzel der P. magnahalte und die durchaus zu verwerfen ist.
(N. v. E.)
Abbildungen.
Plenk Icon. pl. med. tab. 221.Smith. Engl. bot. tab. 407.Schkuhr. bot. Handb. tab, 78.Oeder. Fl. dan. tab. 6Ü9.Jacq. Fl. Austr. tab. 393.Black well Herb, tab. 4; 2 -
Erklärung der Tafeln.
Pimpinella Saxifraga.
1. Die blühende Pflanze mit der Wurzel,
2. Die Blüthen, in natürlicher Gröfse.
3. Eine Blumenkrone stark vergröfsert.
4. Ein Fruchttragendes Döldchen in natürlicher
Gröfse.
Pimpinella dissecta.Mit denselben Figuren, wie bei der vorhergehen-den Tafel.