Benennungen.
Holland.
Anys.
Dänisch.
Anis.
Schwed.
Anis.
Engl.
Anise.
Franz.
L'anis.
Ital.
Anice.
Span.
Anis.
Port.
Anis.
Russ.
Anis.
Ar ab.
Annison,
Pers.
Rosiana rumi.
Japan.
Seri nisii.
Die Anispflanze kommt in Aegypten, in derLevante und in Italien wild wachsend vor; inDeutschland wird sie an mehreren Orten angebaut.
Die Wurzel ist einjährig, weifs, fasrig undbesitzt den scharfen Geschmack, der mehreren Ar-ten der Gattung Pimpinella eigen ist.
Der Stengel ist aufrecht, ästig, gestreift, miteinem sehr kurzen Haarüberzug bedeckt.
Die Wurzelblätter stehen auf langen Blatt-stielen, sind nierenformig-rundlich, glatt, am Randetief gezahnt; die Stengelblätter stehen aufscheidenartigen Stielen, und sind iu drei Hauptlap-pen zertheilt; diese Lappen sind keulförmig, tiefeingeschnitten und werden gegen die Spitze desStengels hin bedeutend schmaler, fast linienförmig.
Die Dolden sind vor dem Aufblühen über-hängend, später aufrecht, acht- bis zehnstrahlig,vielblüthig.
Die allgemeine Hülle fehlt, die besondere be-steht aus zwei bis drei pfriemenförmigen hinfälli-gen Blättchen.
Der Kelch ist, wie bei den meisten Pflanzendieser Familie, sehr klein, kaum sichtbar.
Die Blumenkrone besteht aus fünf gleich-förmigen, weifsen Blumenblättchen, die an der
Spitze einwärts gebogen, und an den Seiten zu-rückgeschlagen sind, (petala inflexo-emarginata).Die weifsen Staubfäden sind länger als die Blu-menkrone, die Staubbeutel zuerst weifs, danngelblich - braun. Die Nectarplatte ist blafsgelblich-weifs-, die Griffel sind aulrecht, weifs.Der rundliche, wenig zusammengedrückte Frucht-knoten ist dicht mit kurzen weifsen Haaren be-kleidet.
Die Frucht (ein Crcmocarpium) ist eiförmig,grau, und jedes der beiden Carpellen hat auf demRücken drei deutliche stumpfe Rippen.
Diese Frucht ist der bekannte Anis, (SemenAnisi vulgaris) durch seinen gewürzhaften unddabei süfsen Geschmack ausgezeichnet. Das ätheri-sche Oel, in dem die Heilkräfte des Saamens ru-hen, zeichnet sich vor den andern officinellen Oelenbesonders durch die Eigenschaft, in mäfsiger Kältezu einer festen krystallisehen Masse zu gerinnen,aus. — Es kommt zuweilen mit andern Oelen oderauch mit Wallrath verfälscht vor. Auch hat manbei grünlicher Farbe, auf Kupfer zu prüfen.
(N. v. E.)
Abbildungen.
Hayne Getr. Darst. VII. tab. 22.
Blackw. Herb. tab. 3j4.
Gärtn. de fruet. et sem. I. tab. 23. flg. i.
Erklärung
der Tafel.
Die blühende Pflanze.Der untere Theil mit der Wurzel.Einige Blüthen, mit den Blättchen der beson-dern Hülle, in natürlicher Gröfse.
4. Eine Blüthe, vergröfsert.
5. Der Fruchtknoten, vergröfsert.
6. Die reife Frucht, von der Seite gesehen.
7. Dieselbe, vom Rücken.
8. Ein vergröfserter Durchschnitt.