die Kapsel gewinnt einen weit gröfseren Umfangund bleibt auch bey der Reife geschlos-sen;der Saamen ist weifs.
Diese Art ist es, die besonders im Orient, zurBereitung des Opiums, und bey uns des fettenOels der Saamen wegen angebaut wird. ZweyPfund Mohnsaamen sollen im Orient auf i5o Qua-dratfufs Land circa 10 Pfund Opium geben. Deraus den unreifen Mohnkapseln durch Einschnitteerhaltene und getrocknete Saft (Lacrimae Opii) wirdmit dem durch Auskochen, Auspressen und Ab-dampfen bereiteten Extract vermengt und stelltdann das, im Handel vorkommende, Opium dar.Je mehr es von dem ersteren enthält, desto besserist es, und desto reicher ist es auch an m e c o n-sauren Morphium, worin vorzugsweise die Wirk-samkeit beruht.
Nach den neuesten chemischen Analysen ent-hält gutes Opium:
Morphin mit Meconsäure verbunden 12 pC.
Opian (Narkotin) 4 —
Bitteren Exlractivstoflf ao —
aufserdem etwas Harz, fettes Oc\, Kautschuk, Gurnnn
(N. v. E.)
und ein« e>genihümliche Säure.
Abbildungen.
Smith Engl. bot. tab. 2145.Woodville Mat. med. tab. 185.Swertius Flor. 2. tab. 22. f. 2,Sabbati Hort. Rom. 4. tab. 63.Lobel Icon. 772; f. 2ü o d o n. Pempt. 445. f. 2.J. B a u h. Hist. 3. p. 3ijo.Dalechamp. Lugd. 1708.
Erklärung der Tafel.
1. Der obere Theil der blühenden Pflanze.2-3. Lmrifs der Blumenblätter.
4. Der Fruchtknoten mit der Narbe und einem
Theil der Staubgefäfse.
5. Die Kapsel.
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