Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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glatt, auf der oberen mit einzeln stehenden kurzenHaaren besetzt und hier wie an dem Rand sehrrauh und scharf. Die Mittelrippe theilt gewöhnlichdas Blatt in zwei ungleiche Hälften, so dafs manauf der oberen Blattfläche, auf der einen Seite dreiauf der andern vier Nerven wahrnimmt.

Die Blüthenrispe ist während der Blüthe auf-recht, zusammengezogen und zum Theil von derobersten Blattscheide eingehüllt; später tritt siemehr hervor und wird etwas überhängend; dieAeste dgr Rispe sind eckig, gefurcht und rauh.Die einzelnen Aehrchen (spiculae ) sind kurz ge-stielt, einblüthig, elliptisch und stumpf. Die beidenKelchspelzen sind sehr klein, lanzettförmig, spitz,die Kronspelzen hingegen verhältnifsmäfsig sehrgrofs, kielförmig zusammengefaltet, von dichterfast lederartiger Textur; sie haben stark-hervor-tretende Längsrippen, sind mit kurzen weifsen Haa-ren bekleidet und auch während der Blüthezeit ge-schlossen. Sechs sehr dünne Staubfäden tragen gelbepfeilförmige Antheren, von denen gewöhnlich dreizwischen den Kronspelzen hervorragen. Der ei-förmige glatte und grüne Fruchtknoten ist von zweizarten weifsen ungleichen oft gespaltenen Nectar-schuppen (lodiculae) umgeben und mit zwei sparrigauseinander stehenden gefiederten Narben gekrönt.Die Frucht ist eine von den gelblich-braunen Kron-spelzen bekleidete Karyopse, (caryopsis tunicata.)

Die Aehrchen kommen mit und ohne Grannen(aristae) vor. In einer andern Spielart sind sie von

schwarz erFarbe. Ein Exemplar aus Italien zeichnetsich von denen des botanischen Gartens durch starkgewimperte Blüthenspelzen und sehr lange Gran-nen aus.

Die von der Schale gereinigten Saamen sindder bekannte Reis, den wir von vorzüglicher Güteaus Carolina erhalten. Der Reis enthält 85 p. C.Stärkmehl und aufserdem etwas Schleimzucker,Gummi und eine Spur von fettem Oel; er unter-scheidet sich also von unsern übrigen Cerealien be-sonders durch den Mangel des Klebers.

Abbildungen.

Catesby Carol. I. tab. 14.Plenk. Icones pl. med. tab. 278.

Erklärung der Tafel.

1. Ein Halm mit reifen Saamen.

2. Eine ganze Pflanze mit einer blühenden Rispe.6. Ein Blüthenährchen, in natürlicher Gröfse.

4. Dasselbe, vergröfsert.

5. Dasselbe, geöffnet.

6. Der Fruchtknoten, mit den Nectarschuppen und

den sechs Staubgefäfsen.

7. Zwey Aehrchen von der gebrannten Spielart.

(Spicula aristata. )