Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Mentha Pulegium Lin.

(Pole y.)

C h a r.Mentha Pulegium»

M. floribus verticillatis, foliis ovatis obtusis sub-crenatis, caulibus subterelibus repentibus, sta-minibus corolla longioribus.....

p e c.

i'ulegium vulgare Mi Herr

Lin. Syst. Veget. ed. Pers. p. 370.

Hort. Cliff. p. 307.

Mat. med. ed. I. p. 99.Willd. Spec. plant. 111. p. 82.Pers. Syn. plant. II. p. 120.Roth Flor. germ. II. p. 12.Decand. Flor. fr. n. 2543.

Di erb. Handb. der med. pharm. Bot. p. 249.Guib. Hist. des drog. simpl. 11. p. 42.virey Hist. nat. des med. p. 175.Eberm. Allg. Encyclop. V. p. 5oo.Opix Bot. Zeit. 1824- p. 322.

Benennungen.

Ho 11.

Poley.

Dan.

Poley.

S c h w e d

Poleja.

Engl.

The pennyroyal mint,

Pulial - royal

Franz.

Le pouliot, Alvolon.

ltal.

Puleggio.

Span.

Poleo.

Port.

Poejo.

Poln.

Poley.

U n g a r.

Putnok - fu.

Der Poley findet sich auf feuchten Grasplätzenin mehreren Gegenden De utschlands und derangrenzenden Länder.

Die Wurzel ist pereunirend, fasrig.

Der Stengel ist niederliegend und kriechend,so dafs der untere oft blattlose Theil an den Ge-lenken Wurzelfasern treibt, und nur die blühendenSpitzen der Aeste aufsteigen; er ist undeutlich-viereckig, mit sehr kurzen Haaren bekleidet, vonbräunlich rother Färbung.

Die Blätter sind klein, kurz gestielt, mitdem Blattstiel vier bis sechs Linien lang, oval,stumpf, am Rande ganz oder mit einigen entfern-

ten kleinen Zähnen besetzt; sie sind auf beiden Sei-ten mit einem kaum merklichen Haarüberzug be-kleidet und auf der untern Seite zeigt die Lupevertiefte punktförmige Drüsen.

Die Blüthen stehen in sitzenden vielblüthi-gen Quirlen in den Winkeln der aufsteigenden Aeste;die Blüthenstielchen sind von der Länge des Kelchsund wie dieser kaum merklich behaart.

Der Kelch ist glockenförmig, mit zehn Rip-pen und drei etwas breiteren stumpfern, und zweischmälern spitzeren Zähnen an der innen mit Haa-ren besetzten Mündung.

Die violette Blumenkrone ist von der mitt-leren Gröfse dieser Gattung, trichterförmig, aufsenbehaart und in drei stumpfe gleichförmige und ei-nen ausgerandeten Abschnitt gespalten.

Die Staubfäden ragen über die Blumen-krone hinaus, sind fast von gleicher Länge undsparrig auseinander stehend. Die Staubbeutel sindrundlich, klein, blafs gelblich. Der violette Grif-fel hat in der zweispaltigen Narbe die Länge derStaubgefäfse.

Die Frucht ist wie bei allen Menthen sehrklein, linsenförmig, bräunlich - gelb.

Die Blätter werden mit dem oberen Theile desblühenden Stengels eingesammelt (Herba Pule-gii). Sie besitzen einen eigentbümlichen etwas