Die Abschnitte der Blumenkrone sind ei-förmig, stumpf, am Rande etwas zurückgeschlagen,auf der äufsern Seite schwach behaart, von blafs-violetter Farbe.
Die Staubfäden sind glatt, weifs, fast vongleicher Höhe, in der Blumenkrone eingeschlossen,und nach den Seiten abstehend. Die Staubbeu-tel sind eirundlich, vor der Befruchtung weifs,später gelblich-braun.
Die kleinen runden glatten Fruchtknotensitzen auf einer säulenförmigen stumpfen Gynoba-sis; der Griffel ragt mit der zweispaltigen Narbeweit über die Blumenkrone hinaus.
Anm. Die Pflanze ist, wie aus der Beschreibungund Abbildung hervorgeht, keineswegs mitMentha crispa zu verwechseln. Man darfhier nur die schlanken dreimal dünneren Blu-menähren mit den kurzen dicken fast kopflor-migen der ächten M. crispa Lin. (S. die er-
ste Lieferung) vergleichen. Die Blätter sindglatt, mehr zugespitzt und minder kraus; übri-gens stehen sie ihr in Rücksicht ihres aroma-tischen Geruchs und Geschmacks nicht nachund werden gewifs eben so häufig (in unsererGegend fast ausschiefslich) angewendet.
(N. v. E.)
Erklärung der Tafel.
i. Die blühende Pflanze.
2. Eine Blüthe in natürlicher Gröfse.
3. Dieselbe, vergröfsert, so wie alle die folgendenFiguren.
4. Der Kelch.
5. Die Blumenkrone, von oben gesehen.
6. Dieselbe gespalten.
7. Ein Staubbeutel, von vorn.
8. Derselbe, vom Rücken gesehen.
9. Die vier Fruchtknoten mit dem Griffel.