der uusrer tiirke ähnlich, ihre Epidermis reifst wie heidieser auf und rollt sich spiralförmig zurück. Amunteren Theile sind die Stämme zuweilen schwarz^wie verkohlt, wodurch dieser Baum ein ganz eige-nes Ansehen gewinnt. Die langen nackten und ge-krümmten Aeste bilden eine lichte unansehnlicheKrone.
Die Blätter sind in der ersten Jugend mit ei-nem weifsen seidenartigen Haarüberzug bedeckt, imerwachsenen Zustande vollkommen glatt, fest undtrocken; sie stehen abwechselnd an den JüngernAesten auf drei bis vier Linien langen zusammenge-drückten Blattstielen, sind lanzettförmig, theils gera-de, theils etwas sichelförmig gebogen, ungefähr vierZell hing und acht bis zehn Linien breit, an bei-den Enden stark verschmälert, ganz-randig, gelb-lich-grün und mit fünf weifslichen Nerven durch-zogen, von denen die beiden äufsersten wenigerdeutlich sind.
Die Blüthen stehen in Aehren auf besondernAestchen, die aus den Winkeln der obern Blätterentspringen und sich nach der Blüthe an der Spitzewieder in Blätter entfalten; sie sitzen zu zwei bisdrei ohne Blüthenstiele beisammen. Der Kelchist krugförmig, an der Spitze in fünf kleine eiför-mige stumpfe auf dem Rücken drüsige Abschnittegespalten, mit denen eben so viele abgerundete undconeave häutige weifsliche Blumenblättchenabwechseln.
Die Staubfäden sind innerhalb der Blüthe. ander Basis in fünf, aus sechs bis acht einzelnen Fä-den bestehende, Bündel verwachsen, die auf demKelche ansitzen, und den Blumenblättern entgegenstehen, sie ragen weit über die Blumenkrone her-vor, sind glatt, weifs, und tragen kleine Antheren.Der Fruchtknoten ist mit dem Rohr des Kelchsverwachsen, an der Spitze behaart; sein Griffel istglatt, etwas kürzer als die Staubgefäfse und miteiner kaum verdickten Narbe gekrönt.
Die runden, grauen, etwas bauchigen, abge-stutzten Kapseln sind innerhalb der vom Kelch ge-bildeten Hülle stumpf dreiseitig, dreifächrig undmit zahlreichen spreuartigen, länglichen und ecki-gen Saamen angefüllt.
Die Blätter und die Früchte dieses Baumsgeben durch Destillation das Cajeputöl, Oleum
Cajeput, welches wir aus den oben genanntenLändern erhalten. Es ist sehr dünnflüssig, vonblafsgelblicher oder grünlicher Farbe, leichter alsWasser und besitzt einen eigentümlichen, aro-matischen , starken, nicht unangenehmen Geruchund einen feurigen zuletzt kühlenden Geschmack,Die grüne Farbe des Oels rührt zuweilen vomKupfer her; auch wird das Oel oft verfälscht oderganz künstlich durch Destillation von Rosmarinölmit Cardamomen und Campher nachgemacht. (Manvergl. E. W. Martius in Repert. d. Ph. I. p. 47 2 0
Anm. Wir verdanken die hier gegebene Darstellungebenfalls der Güte des Herrn Professors Rein-war dt, der auf der Insel Amboina selbst Ca-jeputöl aus dem beschriebenen Baume bereitete,und uns eine Zeichuung desselben, nebst voll-ständigen getrockneten Exemplaren, mitzutheilendie Güte hatte.
Mel. Cajeput. Sm., die von andern nurals Spielart der M. Leucadendron betrach-tet wird, unterscheidet sich durch den niedri-geren, mehr strauchartigen Wuchs des Stammsund die schmählern dreirippigen Blätter; siegiebt ebeufalls Cajeputöl. (S. Rumph 1. c. p.
76. Arbor alba minor!)
(N. v. E.)
Abbildungen.
Rumph Herb. Amb. IL lab. 16. (mala)Blackw. Herb. tab. 584. 585.
Erklärung der Tafel.
1.
Ein Zweig mit Blüthe und Frucht.
2. Die Blüthen in natürlicher Gröfse.
3. Der Kelch.
4. Die Blüthe im vertikalem Durchschnitt, mit drei
Blumenblättern, drei Bündeln Staubgefäfseund dem Pistill.
5. Ein Staubgefäfs - Bündel.
6. Die Frucht, horizontal-durchschnitten.
7. Dieselbe im vertikalen Durchschnitt, um die
Lage der Saamen zu zeigen.
8. Der Saamen. (Die Figuren von 3 — 8 ver-
gröfsert.) -
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