Aus ihr kommen mehrere gerade aufrechte ein-fache vier bis fünf Fufs hohe runde glatte mit weis-sem Reif bedeckte Stengel hervor.
Die Wurzelblätter sind sehr grofs, doppeltgefiedert; der gemeinschaftliche Blattstiel ist rund,glatt, an den Verzweigungen verdickt, bis zum End-blättchen ungefähr anderthalb Fufs lang; die Fie-derblätter der ersten Ordnung sind gleichfalls langgestielt und aus sechs bis vier oder zwei seitli-chen und einem dreizählichen oder dreilappigenEndblättchen zusammengesetzt; diese Blättchen sindundeutlich-herzförmig, zugespitzt, tief und ungleichgezahnt, oben glatt, unten an den Nerven kaummerklich behaart; der ganze Umfang eines solchenBlattes beträgt in der gröfsten Breite und Länge un-gefähr zwei Fufs.
Am Stengel stehen nur wenige sehr entfernteBlätter, die untern sind doppelt dreizählig, die obernsind sehr klein, einfach-dreizählig, sitzend.
Die kleinen Blüthen bilden einfache vor demAufblühen nickende Trauben an der blattlosen Spitzedes Stengels; die Blüthenstielchen sind stark, an-derthalb Linien lang, weifslich, mit ungefähr gleichlangen pfriemenförmigen Bracteen.
Der Kelch besteht aus fünf runden concavengrünlich - weifsen sehr hinfälligen Blättchen.Die Blumenkrone fehlt. Die zahlreichen weis-sen Staubfäden tragen an jeder Seite der ver-dickten Spitze ein Fach des Staubbeutels.
Der Fruchtknoten ist oval, etwas zusam-mengedrückt, kürzer als die Staubgefäfse, weifs,er zeigt auf der einen Seite eine Nath und ist miteiner breiten stumpfen Narbe gekrönt.
Die Frucht ist eine kleine eiförmige mit ei-ner etwas vortretenden Nath und einer schiefen Zu-spitzung versehene zweiklappige einfächrige Kap-sel, welche mehrere von zwei Seiten zusammenge-drückte, auf dem Rücken gewölbte Saamen ein-schliefst.
Die Wurzel wird als ein ganz vorzüglichesMittel gegen Phthisis pulmonalis von Nord-amerikanischen Aerzten empfohlen, und verdientdaher, weil sie sich bei uns leicht im Freien culti-viren läfst, hier aufgenommen za werden. (Mansehe deshalb Amer. med. Recorder. Oct. 1823. —Notiz, f. Nat. u. Heilkunde. VI. p. 23i.)
(N. v. E.)
Abbildungen.Dillen Hort. Elth. tab. 67.
Erklärung der Tafel.
1. Ein Wurzelblatt.
2. Die Spitze eines Stengels mit der Blüthe.
3. Ein Kelchblatt, vom Rücken gesehen4- Dasselbe, von vorn.
5. Die Staubgef äfse, vergröfsert.
6. Eins derselben, sehr stark vergröfsert.
7. Der Fruchtknoten.
8. Derselbe, vergrößert,
9. Die Kapsel.
10. Dieselbe der Länge nach geöffnet.11» Der Saamen, in natürlicher Gröfse,12. Die Wurzel.