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A. coeruleum seu Napellus 1. ♦ . . ♦ ♦A. lycoctonum VI. Napellus vulgaris
Napellus verus . .....
A. lycoctonum coeruleum sive Napellus vulgaris
Benennungen:
Griech. ctxoviiov
Deutsch. Der wahrt Eisenhut. Blaue Eisenhut.Sturmhut. Das Napellenkraut, Mönchs-kappe.
Franz. Le napel oü Taconit napel. L'acönit afleurs hleues.
Ital. Napello. Aconito coeruleo.
Span. Napelo. Aconito ceruleo.
Port. Napello.
Engl. The common wolfsbane or Monkshood.
The blue aconite.
Ho 11. De gemeene blaauwe Monnikskappen.
Dan. DenlilleDruemunke. Narrekappe. Storm-
hnctte.
Schwed> Blä Stormhatt.
Russ. Mordownik. Prigrid. Borez, in Sibirien.
Pol. Mordownik. Ztymniszek,
Böhm. Ssalamannek»
Ungar. Katika repa.
Diese ausdauernde Pflanze wächst in gebirgi-gen Ländern, und findet sich in hochliegenden,feuchten Wäldern und Wiesen in der Schweiz, hinund wieder in Deutschland, in Krain, Ungarn,Schweden und Sibirien. In unsern Gärten wird sieauch wohl als Zierpflanze geaogen.
Die auswendig schwarze, innen weisse, knolligeWurzel, ist in Gestalt und Umfang einer kleinen mitAstchen und Fasern besetzten Steckrübe nicht un-ähnlich.
Der Stengel, welcher sich zu einer Höhe vonfast drey Fufs erhebt, ist aufrecht, rund, stark undglatt.
Die abwechselnden, fingerförmig-fünftheiligen,gestielten, rundlichen oder fünfeckigen Blätter, sindglatt, glänzend, oben dunkelgrün und unten vonhellgrüner Farbe. Die Einschnitte derselben sindtief und dreytheilig, schmal-linienförmig und stumpfzugespitzt. Die au der obern Hälfte des Stengelsbefindlichen Blätter haben kürzere Stiele. Die Blu-men,, welche sich im Monat Juni, Juli und späteroffnen , bilden eine ziemlich dichte, kurze, einfache,aufrechte Blumentraube an der Spitze des Stengels.Zuweilen entstehen auch noch einige kleine Trau-ben am Grunde. Die Blumen sind von blauer Far-be, grofs, einzeln auf ihren Stielen befestigt, undbestehen aus einer Krone mit fünf ungleichförmi-gen Blumenblättern, wovon das obere Blatt helm-förmig, ohne grofse Erhabenheit, ganz kurz ge-wölbt , nach der Basis etwas zurückgeschlagen undzugespitzt ist, die beyden breiten, rundlichen, ge-genüberstehenden Seitenblätter zusammengeneigt sind,und die zwey untern, länglichen sich herablegen; undanszwey unter dem obern Blatte verborgenen gestiel-ten, hohlen kappenförmigen, gekrümmten überhän-
C. Bauh. pin. p. i83.Clusius bist. 2. p. 96.Lobel bist. p. 38;.Moriss. hist. 3. p. 463.
genden Honiggefäfsen mit gerade ausgehendem stump-fem Sporn und lanzettförmiger, in die Höhe steigen-der, zweispaltiger Lippe.
Die Staubfäden sind sehr klein, pfriemenförmig,am Grunde breiter, gegen das obere Blumenblatteingebogen, und tragen aufrechte, kleine Staubbeu-tel. Die drev obern Fruchtknoten sind länglich;die Griffel so lang als die Staubfäden; die Narbeneinfach und zurückgebogen.
Die Frucht besteht aus drey eyförmigen, glat-ten, aufrechtstehenden, einfacherigen, einklappigen,von innen aufspringenden Kapseln, wovon jede meh-rere kleine, schwärzliche, winklige und runzlicheSaamen enthält.
Die oben beschriebenen Blätter (Herba Aco-niti), welche einen bitterlich-scharfen Geschmack,und frisch zerrieben einen widerlichen, etwas stin-kenden Geruch besitzen, sind offizineil.
Mit den nicht so tief, etwa bis unter der Hälf-te, daher mehr hand- als fingerförmigen Blätterndes hohen Rittersporns (Delphinium elatum L.),wovon die untern weit länger gestielt sind; so wieauch mit den handförmigen, heller grünen, und mitweichen Haaren versehenen Blättern vom Wolfsei-senhut (Aconitum Lycoctonum L.), welche PflanzeBlumen von gelber Farbe trägt, soll zuweilen daswahre Eisenhütleinkraut verwechselt werden.
Das Kraut mufs jährlich frisch vor der Blütheeingesammelt werden. Die ganze Pflanze ist wiebekannt von sehr giftigen Eigenschaften.
Abbildungen.
Reichenbach monogr. acon. tab. 17. fig. 1.
Flor du dict. des scienc. med. livr. 2. pL 5.
Plenk icon. pl. med. 435.
Woodwille med. bot. I. t. G.
Sturm. Deutschl. flor.
Spreng. Geheimn. d. Nat. f. i5. fig. 26.
Koelle. specileg. acon. i4-
Weinm. phyt. t. 22. fig. a. mala.
Moriss. bist. 3. sect. 12. t. 3. f. 9.
J. Bauh. hist. 8. p. 655.
Tabernamont. icon. 584. fig- '•
Dodon. pempt. 44 2 »
Dalechamp. Lugd. i"49» i c - mala.
Erklärung der Platte:
Taf. No.
i. Ein blühender Zweig.
2. Ein Blatt.
3. Die Befruchtungs - Werkzeuge mit den Honigge-
fäfsen.
4. Die ausgebreiteten Blumenblätter.5 Ein vergröfsertes Staubgefäfs.
6. Der Fruchtknoten mit Pistill.