len; sie sind länglich, gegen das Ende etwas brei-ter und stumpf- zugespitzt, auf beiden Seiten glatt,ganzrandig, lederartig, oben dunkelgrün, untenblafs blaugrün; die Länge beträgt drei bis vier, dieBreite einen bis anderthalb Zoll.
Die Blütben stehen einzeln zu fünf bis achtan den Spitzen der Zweige; die Blüthenstiele sindglatt, von der Länge der Blattstiele, einfach oderin zwei längere Stielchen getheill, an ihrer Basisfinden sich ovale stumpfe sitzende selten gestielteDeckblättchen.
Der Kelch besteht aus drei eiförmigen con-caven bräunlichen glatten und hinfälligen Blättchen.
Die Blumenkrone ist aus sechs bis zehnlänglichen stumpfen weifsen Blumenblättern gebildet.
Die Staubfäden sind sehr kurz, walzenför-mig, in der Mitte verdickt; die Staubbeutelsind grofs, gelb und die getrennten Fächer hängennur an ihrer Spitze mit den Staubfäden zusammen.
Die vier Fruchtknoten sind ungleich drei-seitig, länglich, glatt, an der Spitze abgestutzt; derGriffel fehlt; die Narbe ist länglich-concav, an dereinen Seite der Fruchtknoten (nach Forster) an-sitzend.
Die Frucht besteht aus zwei bis vier verkehrteiförmigen schwarzen Beeren mit drei bis vier drei-zackigen Saamen.
Die Rinde, die durch Kapitän Winter 1577zuerst nach Europa kam und nach ihm den Namen
Cortex Winteranus verus erhielt, kommt inStücken von verschiedener Länge im Handel vor;die Dicke dieser zusammengerollten Stücke beträgtoft kaum einen Zoll, oft zwei Zoll und darüber.Die Rinde selbst ist ungefähr drei Linien dick,aufsen glatt, gelblich oder röthlich - grau mit oderohne dunklere Narben, innen röthlich-braun, aufdem Bruch dicht und körnig; die innere Seite dieserStücke ist von derselben Farbe wie das Innere derRinde und nur zuweilen hängt ein schwärzlich-grauer Bast an. Die Rinde verbreitet, besonderswenn sie gerieben wird, einen eigenthümlichen aro-matischen Geruch und besitzt einen sehr starkenbrennend - scharfen aromatischen Geschmack. Sieenthält nach Henry Harz, ein flüchtiges Oel, Ger-bestoff, eine färbende Materie und einige Salze,
(N. v. E.)
Abbildungen,Comment. Goett. Vol. IX. tab. 7.
Erklärung der Tafel,i. Ein Zweig mit Blüthenknospen nach Murray.
2. Ein anderer mit Knospen und unreifen Früch-
ten, uach einem Exemplar des V ah 1'sehenHerbariums.
3. Eine geöffnete Blüthe, so dafs man einen Theil
der Slaubgefäfse und die vier Pistille sieht.
4. Ein Staubgefäfs.
5. Die Rinde von aufsen.
6. Dieselbe von der innern Seite.