Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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trocknen Zustande holzigen Wurzclstock, der amobern Ende einfache fleischige Wurzelfasern aus-schickt.

Der Stengel ist einfach, aufrecht, rund, mitden Blattscheiden hekleidet, zwei bis drei Fufshoch, unten fast glatt, oben wollig behaart.

Die Blätter stehen abwechselnd und umfas-sen scheidenartig den Stengel, die untern sind oval,ungefähr sechs Zoll lang und halb so breit, starkgerippt und gefaltet (plicata); die obern sind mehrlanzettförmig mit kürzeren Scheiden oder ganzsitzend; alle sind auf der obern Seite fast glatt, aufder untern mit kurzen weifslichen Haaren bekleidet*

Die Blüthen bilden eine grofse sparrigevielblüthige Rispe, an der nur die obe-ren Trauben einfach sind; die Aeste dieserRispe und die besondern Blüthenstielchen sind mitkurzen weifsen wolligen Haaren bekleidet; an derBasis der Blüthenstielchen, welche ungefähr eineLinie lang sind, stehen kleine eiförmige spitze Deckblättchen, die nur wenig länger sind, als dieseStielchen.

Die Blüthen hülle (perianthium) besteht aussechs länglich-lanzettförmigen spitzlichen, am Randgezähnelten fast glatten gelblich - weifsen mitgrünlichen Nerven durchzogenen ausgebreitetenBlattchen.

Die sechs Staubfäden sind aufrecht, kürzerals die Blüthenhülle, am Grunde breiter, glatt,weifs; die Staubbeutel sind gelb, rundlich, zwei-lippig, mit unvollständiger Scheidewand.

Die drei Fruchtknoten sind bauchig, amGrund verwachsen, glatt, und laufen in drei kurzeauswärts gebogene Griffel, ohne deutlich unterschie-dene Narben aus. Die oberen Blüthen sind ge-wöhnlich zwittrig (fruchtbar), die unteren männlich.

Die Früchte dieser Art sah ich nicht, doch

kommen sie sehr wahrscheinlich mit denen der

folgenden überein.

(N. v. E.)

Abbildungen.Jacq. Fl. Austr. tab. 335. (secund. Bernh.)

Erklärung der Tafel.

1. Die blühende Rispe.

2. Ein Blatt mit einem Stück des Stengels.

3. Eine Blüthe, der Länge nach durchschnitten.

4. Ein Blatt der Blüthenhülle, vcrgröfsert.

5. Die Staubgefäfse und das Pistill, ebenfalls ver-gröfsert.

6. Ein Staubgefäfs, sehr stark vergröfsert.

7. Ein halbreifer Fruchtknoten reit den Staub-gefäfsen.