(29)§. 2. Hernegst so sollen vorgedachter beyder Religionen EvangelischePredigerundAugspurgischer=Confession Reformirte und Luther. Pre-Kirchen-diger, Pfarrern, Pastores, Schul-Bediente und Küster in ih-Bediente sol-len alleiren Pfarren, Kirchen, Capellen, Schulen, und anderen gehö-Frenheit ge-rigen Häuseren und Wohnungen, auch gewidmeten Güte- niessenren, Renthen und gefällen alle geistl. Freyheit vor ihre Per-sohn, und vor die zu ihren Pfarren gewidmete Güter, wieund wo dieselbe im Lande gelegen, überall gleich, wie die Rö-misch-Catholische indifferenter geniessen, dieselbe mit Land-Steuren, Einquartierungen und dergleichen Lasten widerdes Landes Gebrauch und Herkommen nicht beschweret, undalso auch in diesem Stück denen Römisch=Catholischen imGülich und Bergischen gleich gehalten und tractirt werden.§. 3. Nicht weniger sollen gedachte Prediger, Pfarrer, Evangeli-schen sollenPastores, Schul-Bediente und Küster bey ihren Kirchen- gehandhabtOrdnungen, Statuten (welche sie gleichwohl zuforderst Ihrer werden beyihren Kir-Fürstl. Durchl. als Landes-Fürsten, damit darinnen wider ehen-Ord.nungen unddie Lands-Fürstl. Hoheit nichts nachtheiliges gefunden werStatuten.de, zur Bestättigung unterthänigst einreichen lassen sollen,und wollen Ihre Fürstl. Durchl. dieselbe so dann gnädigst undunweigerlich bestättigen) Gebräuchen, Gewohnheiten, Ce-remonien, Kirchlicher Disciplin bey denen ordentlichen Con-venten der bißhero gewöhnlicher General-Provincial, Syno-dal, Claſſical, Presbyterial und Conſiſtorial-Verſamuiſungen (welche sie in den uniirten Herzogthumben und Graff-schafften ungehindert, ausser denselben aber anderer Gestaltnicht als mit Vorwissen und Bewilligung des Landes-Für-sten besuchen mögen, und derselben Schlussen und anderenihren Gebräuchen gehandhabt werden.§. 4. Denen Praesidibus und Moderatoribus Synodo-visitatiorum & Inspectoribus Classium soll in den hervorgedachten Evangeli-corum.uniirten Hertzothumben und Graffschafften zugelassen seyndenen in den Evangel. Kirchen üblichen Gebrauch, Observantund
Druckschrift
Religions-Vergleich Welcher zwischen Dem Durchleuchtigsten Fürsten und Herren, Herren Friederich Wilhelmen, Mcraggraffen zu Brandenburg, des H. Röm. Reichs Erz-Cämmerern, und Churfürsten in Preussen, zu Magdeburg, Gülich, Cleve, Berg, Stettin, Pommern der Cassuben und Wenden, auch in Schlesien, zu Crossen und Jäferndorff Herzogen, Burggraffen zu Nürnberg Fürsten zu Halberstatt, Minden und Camin, Graffen zu der Marck und Ravensberg, Herren zu Ravenstein, und der Lande Lawenburg und Butau. : Und Dem Durchleuchtigsten Fürsten und Herren, Herren Philipp Wilhelmen, Pfalz-Graffen bey Rhein, in Bayern zu Gülich, Cleve und Berge Hertzogen, Grtaffen zu Veldentz, Sponheim, der Marck, Ravensberg, und Mörß, Herren zu Ravenstein, u. Uber Das Religions- und Kirchen-Wesen In denen Hertzogthumben Gülin, Cleve und Berg, auch Graffschafften Marck und Ravensberg respectivè am 26. Aprilis 1672. zu Cöllen an der Spree, und am 30. Julii 1673. zu Düsseldorff auffgerichtet worden.
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