Bau.
Hcste Kot.
^orff,
Skreppe.
S c h w e d.
Hästhof.
Russ.
Dwoje listnik.
Poln.
Podbial.
Böhm»
Podbel.
Ung»
Marti - lapu.
Diese ausdauernde Pflanze wächst überhauptdurch ganz Europa, wird häufig in Deutschlandangetroffen und findet sich an feuchten, unfrucht-baren, sandig-thonigen Abhängen, an den Ufernder Flüsse und Bäche, an feuchten Feldern, an We-gen und Gärten.
Die lange, dünne, kriechende Wurzel ist fa-serig, weifslich und treibt meistens mehrere Blu-menschäfte» Diese erscheinen vor den Blättern,sind einfach, einblumig, röhrig, aufrecht, mit etwaskrautartigen,häutigen, lanzettförmig-spitzigen Schup-pen bedeckt, weifslich - wollig, und nur einige Zoll,seltner einen halben Fufs hoch.
Die ziemlich grofsen Blät ter (Wurzelblatter)welche erst nach der Blüthe hervorkommen, sindlanggestielt, rundlich, etwas herzförmig, buchtig-gezahnt, eckig, auf der Oberfläche hellgrün, glattund mit rothen Adern durchzogen, unten aberweifs - filzig.
Die Blumen sind gelb, im Strahle blässer undabgeblüht gewöhnlich überhängend.
Der gemeinschaftliche Kelch ist einblättrig,einfach, walzenförmig und schuppig. Die SchuppenSind lanzettförmig-gleich breit, gleich lang, etwashäutig, von der Höhe der Scheibe, und an ihremGrunde mit einigen kleinen, an den Rändern avoI-ligen Nebenblättchen versehen. Die zusammenge-setzte Blumenkrone ist verschieden. Die Blüthensind entweder alle Zwitterblumen oder nur die,welche sich in der Scheibe befinden. Die Kroneder Zwitterblumen ist trichterförmig, vier bis fünf-spaltig, spitzig, zurückgebogen und länger als derKelch. Die der weiblichen Blüthen fehlt entwederganz oder ist zungenförmig, sehr schmal und un-getheilt. Die Staubfäden (5) sind haarförmig undsehr kurz; die Staubbeutel walzenförmig und röh-rig'. Der Fruchtknoten sowohl bey den Zwitter - alsweiblichen Blüthen ist kurz; der Griffel fadenför-mig, länger als die Staubfäden; die Narbe dicklich
und bey den weiblichen zweyspajtig. Die Saameain dem wenig veränderten Kelche sind länglich zu-sammmengedrückt, gestreift und mit einer einfachen,aufsitzenden, zuweilen gestielten Haarkrone verse-hen. Der Blumenboden ist nackt.
Die Blüthezeit dieser Pflanze ist Februar bisApril. Die Blumen öffnen sich nur an heitern Ta-gen, des Nachts und bey trübem Wetter sind sie ge-schlossen. Die Saamen reifen im May,
Die Blätter (herba farfarae s. tussilaginis) sindoffizinell. Sie sind fast geruchlos, aber von einemschwach zusammenziehenden, etwas bitterlich schlei-migen Geschmack und werden zu Anfang des Som-mers eingesammelt. Man verwechselt sie mit denjungen Blättern des grofsen Rofshufes, (TussilagoPetasites L.), welche auf der Oberfläche dunkelgrü-ner, unten mit feinen Häärchen besetzt; auch nichtganz so weifs und herzförmig - rund, am Randeungleich gezahnt und am Blattstiel mehr als herz-förmig eingetieft sind und viel gröfser werden.
Abbildungen:
Flor, du dict. d. scienc. med. livr. Sj. pl, 34*.
Plenk icon. pl. med. 631.
Zorn ic. pl. med. cent. I. tab, 64»
Flor. dan. 5g5.
Engl. bot. 4 2 9-
Curt. Lond. n. i3.
Sturm Deutschi Fl. I. 2.
Bulliard herb. t. 329.
Black well herb. t. 204.
K n i p h o f cent. 6. n. 96.
Knorr Del. I. t. H. 10.
L u d w, Ectyp. t. 5o.
Erklärung der Platte.
Taf. No.i. Die blühende Pflanze.
2. Die nach der Blüthe Blätter treibende Pflanze
3. Ein einzelnes Hermaphroditblütchen, aus der
Scheibe.
4. Dasselbe vergröfsert mit den Fruchtknoten.
5. Ein solches Blütchen gespalten, um Staubfäden
und Pistill zu zeigen.
6. Ein einzelnes Randblütchen, blofs weiblich, mit
schmaler zungenförmiger Blumenkrone.7» Dasselbe vergröfsert.