Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Triticum arvense ...... Sehr eb er in Koerte et Schweiggerfl. Erlang, i.p. 1 43.

Agropyrum repens...... Trattinik Tabular. t. 566.

Bromus glaber ....... Scopol, fl. carn, I. p. 84-

Gramen caninum arvense seu GramenDioscoridis C. Bauh. Pin. l.

Scheuchzer Agrostogr. 5.Gramen loliaceum radice repente, seu officinarum Vaillant. fl. Paris, p. 8i.

Benennungen.

Griech. äy^a-rn. Theoph. et Diosc. ex Spreng,hist. rei. herb. p. 8i et 139.

Deutsch. Die Quecke. Queckengras, Quecken-wurzel. Päde.

Franz.

Le chiendent.

Ital.

Gramigna.

Span.

Grama.

Port.

Grama canina.

Engl.

Common wheat grafs.

Holl.

Kweekgras.

Dan.

Hundegraes«

N 0 r w.

Taggraes.

S c h w e d.

Quickhvete.

PlUSS.

Pyrei.

Poln.

Psia. Pasza.

Böhm.

Peyr.

üng.

Pörje.

Das Queckengras wachst allenthalben durchganz Europa und findet sich häufig als ein sehrlästiges Unkraut auf Aeckern, in Gärten etc.

An den Knoten der langen, horizontal unterder Erde weit fortkriechenden, gestreiften, geglie-derten , fadenförmigen , weifsgelblichen, zuweilenFederkiel dicken, glatten Wurzelsprofsen und Halm-schöfslingen bilden sich viele dünne Wurzelfasern.

Der Halm ist aufrecht, unten etwas eingebogen.

' D O 7

rund, glatt, knotig und bey zwey, drey bis vierFufs hoch.

Die flachen, länglichen, zwey bis drey Linienbreiten Blätter sind hier und da etwas haarig undrauh; die Blattscheiden gestreift und glatt.

Die Blüthen stehen in einer zweizeiligen, auf-rechten, etwas dünnen, schlanken, drey bis vierZoll langen Aehre an der Spitze des Halms. Dieeinzelnen mehrblumigen , zusammengedrückten Aehr-chen sitzen abwechselnd an der gewundenen Spindel.

Der vier oder mehrblüthige Kelch besteht auszwey vertieften, zuweilen mit einigen Streifen be-zeichneten , pfiiemenförmig und lang zugespitztenSpelzen. Die Kronenspelzen sind fast gleich; dieäulsern bauchig, öfters begrannt, die innern flach.Die drey zarten, haarförmigen Staubfäden sind mitlänglichen, an beyden Enden gespaltenen Staub-

beuteln versehen. Der Fruchtknoten trägt zwev fe-derartige Narben. Der Saame ist schmal, länglich,auf einer Seite etwas gewölbt, auf der andern derLänge nach gefurcht, in den Blumenkronspelzen ein-geschlofsen und ausfallend.

Die Blüthezeit ist Juni bis August; die der Saa-menreife July bis September.

Die Wurzel (Radix graminis s. Graminis cani-ni, Queckenwurzel, Graswurzel) ist offizinell.

Man pflegt sie im Frühjahr einzusammeln, vonden Fasern und häutigen Fortsätzen zu reinigenund dann zu trocknen. Sie ist geruchlos und vonsüfslichem Geschmacke. Zuweilen soll sie mit derWurzel des Winterlolchs (Lolium perenne L.), wel-che jedoch weit kürzer, faserig und minder weifsist; so wie auch mit der Wurzel von dem quecken-artigen Haargrase ( Elymus caninus L.) welches aberüberall nur sparsam wächst, verwechselt werden.

Abbildungen :

Flor, du Dict. d. Scienc. med. Livr. 3t. pl. 118.

Plenk Jcon. pl. med. 49«

Host. Gram. Aust. II. tab. 21.

Schreber Befchreib. der Gräser, tab. 26. f. III. i.

Trattinik Tabular. t. 566.

Svensk botan. tab. 38.

Leers fl. Herborn t. 12. f. 5.

Flor. dan. tab. 748.

Engl, botan. tab. 909.

Black well Herb. tab. 53j.

Erklärung der Platte.

Nro.

1. Der Blüthenhalm in natürlicher Gröfse.

2. Dis ganze Pflanze mit ihren kriechenden Wur-

zeln.

3. Ein einzelnes Aehrchen.

4. Ein paar innere die Blume umschliefsende Spelzen.

5. Ein den Spelzen entblöfstes Blümchen-, die drey

haarförmigen Staubfäden tragen an beidenEnden gespaltene Staubbeutel'

6. Eine einzelne Blüthe mit den zwey fcderarligen

Narben, etwas vergröfsert.

I