Benennungen.
Griech. Bowc^*«-. Hippocr. ex Spreng, hist. reiherb. p. 46.
Deutsch. Der gemeine Kuhhornklee. Das Bocks-horn. Griechisches Heu.
Franz.
Le Fenugrec commun»
Ital.
Fienogreco.
Span.
Alforva.
Port.
Alforvas.
Engl.
Fenugreck.
Hol!.
Hoornklaver.
Dan. und Schwed. Graeskhöe.
Diese Pflanze ist in den südlicheren LändernEuropas einheimisch und wird in Deutschland aneinigen Orten angebaut.
Aus einer einjährigen weifsen Wurzel kommenaufrechte, einfache, seltner ästige, ein bis anderthalbFufs hohe, runde, am Grunde glatte, nach der Spitzehin weichhaarige Stengel hervor. Die Blätter stehenabwechselnd auf abstehenden dreyeckigen aberetwas zusammengedrückten oben rinnenförmig aus-gehöhlten Blattstielen, an deren Basis sich zwei ver-wachsene eyförmige lang zugespitzte Afterblättchenfinden; die Blätter seihst siud dreizählig (ternata),aus drei kurz gestielten, keulförmigen, stumpfen,Avenig ausgerandeten und gegen die Spitze hin amBande fein gezähnelten etwas fleischigen Blättchenzusammengesetzt.
Die Blülhen erscheinen eiuzeln, sitzend, in denWinkeln der obersten Blätter, sind unansehnlich,blafs gelb. Der walzenförmige Kelch ist weichhaa-rig mit fünf gleichförmigen spitzen Zähnen. DieBlumenkrone besteht aus der aufrechten zusammengefalteten Fahne, den beiden schmalen Segeln, dieetwas kürzer als die Fahnen sind, und einem sehrkleinen stumpfen die Staubgefäfse und das Pistillverhüllenden Kiel.
Der grüne längliche Fruchtknoten wächst be-sonders schnell zur Frucht heran und erscheintnur als eine grofse, vier bis fünf Zoll lange, zu-sammengedrückte bogenförmig - gekrümmte etwasrunzlige in eine lange runde Spitze auslaufendeHüüse. Diese Hülsen, die man an der erwachsenenPflanze fast in allen Blattwinkeln findet, sind an derBasis von dem stehenbleibenden Kelch umgebenund tragen an der Spitze die Beste der Blumen-krone. Im reifen Zustand sind sie bräunlich gelbund enthalten gewöhnlich zwölf Saamen.
Diese Saamen (Semen foeni graeci) sind dun-kelgelb, an beiden Enden abgestutzt und an denSeiten mit einem schieflaufenden Eindruck bezeich-net; im getrockneten Zustand geht die Farbe mehrin braun über. Sie besitzen einen eigentümlichenunangenehmen Geruch und sind für die Medizinwegen ihres bedeutenden Gehalts an Schleim wich-tig, der sie zu einem äufserlich erweichenden Arz-neimittel geschickt macht.
(N. v. E.)
Abbildungen.
Plenk Ic. pl. med. tab. 5y3.Zorn. pl. officin. icon. tab. 116.Gaertner de fruct et sem. tab. 152.Black well Herb. tab. 38.Ludwig. Ectyp. tab. 160.
Erklärung der Tafel.
l. 2. Die blühende Pflanze mit der Wurzel.3. Die Blumenkrone.4- Der Kelch.
5. Die vier Blumenblätter ausgebreitet.
6. Die Hülsen, wovon die eine geöffnet ist.
7. Der Saamen.
Alle Darstellungen in natürlicher Gröfse.