Gries eh.
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M al a b a r.
Benennungen.
o$u($«ihims ex Spreng, hist. rei herb, p, 218.Die indische Tamarinde*- Der Tanaa-rindenbaum.le tamarinier.Tamarindo.Tamarindo.Taraarinho.Tamarind-tree,Tamarindenboom.TamarintTEe.Tamarintrsed.Tammer bendi.Balam-puUi.
Die Tamarinde, ein -sehr schöner Baum, von3o bis 40 Fufs Höhe, in Blattform und im Wüchseder Acacie ahulich, wächst in Ostindien, Arabienund Egypten. Auch findet man ihn in Amerika.Der Stamm ist aufrecht, dick, ziemlich hoch, mitbrauner, schuppiger Rinde bedeckt, in weit ausge-breitete, abstehende, etwas aschfarbige Äste gethciltund hat zuweilen drey Fufs im Durchschnitte. DasHolz ist braun, sehr hart und schwer.
Die abwechselnden Blätter sind von schön grü-ner Farbe, gestielt, gefiedert und bey fünf Zolllang. Die Blättchen sind klein, zahlreich, gegen-überstehend, fast aufsitzend, ey förmig, länglichganz ungetheilt, stumpf, und sechs bis zehn Linienlang,
Die abwechselnden, wohlriechenden, grofsen,gelben, karmoisinroth gestreiften Blumen stehen ohn-gefahr zu zwölf in schlaffen, etwas hängenden Sei-tentrauben. Der gemeinschaftliche Stiel ist lang;die einzelnen Blumenstiele sind etwas gebogen undlänger als die Blumen.
Der einblättrige Kelch ist flach, am Grunde ge-streift, etwas kreiseiförmig, und in vier abfallende,eyförmige, gefärbte, spitzige Einschnitte getheilt.Die Krone besteht aus drey eyformigen, fast glei-chen, gefalteten, stumpfen, aufsteigenden, ausge-breiteten Blumenblättern von der Länge des Kelchs.Sie sind in der Mündung desselben eingefügt. DasHoniggefäfs besteht aus zwey kurzen Borsten unterden Staubfäden. Diese sind nur am Grunde zusam-mengewachsen, und stehen unterwärts in der leerenBucht der Blumenkrone; die drey fruchtbaren Staub-fäden, mit eyformigen, aufliegenden Staubbeuteln,sind pfriemenförmig, aufsteigend und gegen dieKrone gebogen; die vier andern unfruchtbar, ganzklein und zwischen den frachtbaren befindlich. Derobere Fruchtknoten ist länglich und gestielt. DerGriffel pfriemenförmig, aufsteigend, gebogen, unddie Narbe etwas dick.
Die Frucht, eine gewöhnlich fingerslange uuueben so dicke, etwas zusammengedrückte, bald geradebald einwärts gekrümmte mit einer doppelten Rindeversehene Hülse ist ein bis drey fächerig und ent-hält mehrere (öfters drey) ziemlich grofse, glän-zende, glatte, etwas winklich-rundliche zusammen-gedrückte Saamen. Zwischen den beyden Rinden,wovon die äufsere trocken, dünn und zerbrechlich;und die innere häutig ist, findet sich auch ein di-ckes Mark.
Der Tamarindenbaum blüht im October undNovember, Die Frucht reift gegen Ostern. Beyuns hält man diesen Baum in Treibhäusern.
Die Früchte (Tamarinden, Tamarindi, fruc-tus Tamarindorum) sind offizinel. Die äufsere Rindeder unreifen Früchte ist grün*, die der reifen braunoder grau-schwarz. Man zieht die ostindischenTamarinden, welche auch gröfser sind, den westin-dischen vor. Wir erhalten sie gewöhnlich als eineweiche, zähe, braunschwärzliche Masse, von wein-artigem Gerüche und einem angenehmen, weinsauernGeschmacke, weun sie frisch ist. Auch ist sie ge-meinlich mit Saamen und Hülsenstücken vermengt,auch wohl mit Sand verunreinigt. Zuweilen enthältsie Kupfer, welches von den Geschirren herrührt,worin sie bearbeitet worden. Auch ist dies nichtselten mit dem daraus bereiteten, in den Offizinenvorräthigen Tamarindenmus (Pulpa tamarindorum)der Fall, welches man oft aus Pflaumenmus, Wein-steinrahm und Weinsteinsäure nachgekünstel fin-det. Jedoch ist ein solehes Gemisch gemeinlichnicht so dunkelbraun, als das ächte Tamarinden-mus, auch fällt der Weinsteinrahm in der wässeri-gen Auflösung zu Boden,
Erklärung der Platte.
Flor, du Dict. des Scienc. med. livr, 87. pl. 337,Plenk leon. pl. med. tab 3i.Lamark lllustr. gen. tab. 25.Houttuyn Lin. Pfl. Syst. I. tab. 5. B.Jacquin Stirp. Amer. edit. pict. tab. i3.Black well Herb. tab. 201 et 221,Rumph, fl. Amboin. II. tab. 23.Rheedc Hort. Malabar. I. tab. 23.
Abb i 1 d u n ge n:
Taf. Nro.I. Ein blühender Zweig.
2 und 3. Früchte der Pflanze, als der ofncinelleTheil derselben.
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