B
enennungen:
»SB»?
The common lovage.
Griech. Xiyucrnxo». Diosc. ex Spreng. Hist. rei.
herb. p. 166.Deutsch. Der gewöhnliche Liebstöckel. Labestock.
Saukraut. Badekraut.Franz. L'angelique ä feuilles d'ache. Liveche
officinale.Ital. Liguslico.
Span. u. Port. Ligustico.Engl.
Holl. Lavaskraid.
Dan. Loestilk.
Kor w. Löbstilk.
S c h \v c d. Libstika.
Der gemeine Liebstöckel, eine ausdauerndePflanze, wächst in Frankreich, Italien, der Schweiz,und wird bey uns häufig in Gärten, auch wohl aufdem Felde gezogen.
Die Wurzel ist dick, spindelförmig und ästig.Die Stengel erreichen eine Höhe von zwey bis sechsFufs, sind hohl, dick, glatt, gestreift und wenigästig.
Die glatten, glänzenden Blätter sind unregel-mäfsig aus dreylappigen, keilförmigen, oben einge-schnittenen Blättchen zusammengesetzt, und mitBlattscheiden versehen.
Die Dolden mit blafsgelben Blümchen bildensich am Ende des Stengels. Die gemeinschaftlicbeDolde ist vielstrahlig , so wie auch die beson-dere, welche halbkugelig ist. Beyde Hüllen sindhäutig und zurückgeschlagen. Die gemeinschaftli-che Hülle ist ungleich, siebenblättrig; die beson-dere kaum vierblättrig.
Der eigentliche Kelch ist fünfzahnig und un-deutlich. Die allgemeine Blumenkrone ist einför-mig. Die Blümchen sind alle fruchtbar. Die fünfBlumenkronblättchen sind gleichförmig, flach, ein-gerollt, ungetheilt und imvendig mit Rückenschärfeversehen. Die fünf Staubfäden sind haarförmig,kürzer als die Krone, und tragen einfache Staub-
beutel. Der Fruchtknoten sitzt unten, und hat zweyeinander genäherte Griffel mit einfachen Narben.
Die Frucht ist länglich, fest, mit einerRindeund fünf stumpfen Rippen versehen, deren Zwi-schenräume gefurcht sind. Die zwey Sa amen sindlänglich, glatt, auf einer Seite flach, auf der andernmit fünf erhabenen Streifen bezeichnet, und vongelblicher Farbe,
Die Blüthezeit dieser Pflanze ist Junius bis Au-gust. Die Saamen reifen im September, und müs-sen zur Fortpflanzung, welche auch durch Zerthei-lung der Wurzeln geschehen kann, im Herbste aus-gesäet werden.
Die Wurzel f Liebstöckelwurzel, Badkrautwur-zel, Saukrautwurzel, Radix Levistici) ist oflizinell»Sie ist fleischig, einen halben, oft einen Fufs lang,oben über einen Zoll stark, mit vielen pfeiffenstiel-dicken Aesten besetzt, äusserlich von gelbbrauner,inwendig von weisser Farbe, und besitzt einen star-ken, durchdringenden, scharfen, gewürzhaften, nichtfür jeden angenehmen Geruch, und zuerst süfsli—eben, dann aber widrigen und scharfen Geschmack,Aus der frischen Wurzel, welche im dritten Jahreim Herbste oder im Frühjahre eingesammelt wird,quillt beym Zerschneiden ein gelblicher, gummi-harziger Saft hervor.
Abbildungen.
Plenk icon. pl. med. 196.Schkuhr bot. Handb. t. 68.Black well herb. t. 273.Moriss. Sect. IX. t. 3.Ludwig eetyp. t. 164.
Erklärung der Platte.
Taf. No.
I.
Ein blühender Stengel.
2.
Ein Blatt.
3.
Die Wurzel.
4-
Der Saame.