Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Engl.

Comfrey.

Holl.

Smeerwortel.

Dan.

Kulsukkerrod.

Norw.

Valgras,

S c h w e d.

Vallört,

Russ,

Solnoi koren.

Poln.

Zywokost.

Böhm»

Cerny koren.

Ung,

Fekete Nadaly,

Diese ausdauernde Pflanze trift man ge-wöhnlich in niedern, feuchten Wiesen, an Gräbenund andern nassen Stellen an. Sie wächst häufia:in Deutschland und durch ganz Europa.

Die Stengel sind aufrecht, saftig, ein bis^wey Fufs hoch, sehr ästig, mit rauhen Haaren be-deckt, etwas winklig und aus den Winkeln ein we-

nig häutig.

Die abwechselnden Blätter sind herablaufend,ziemlich grofs, ganz ungetheilt, eyförmig und lan-zettförmig, spitzig, oben dunkelgrün, unten heller,und sehr rauh anzufühlen; die untern gröfser undgestielt, die obern fast aufsitzend und schmäler.

Die Blumen sind zuweilen purpurfarbig oderröthlich, andere weifs- gelblich, und bilden an denEnden der Zweige kurze, lockere, gestielte, gegendie Spitze etwas gekrümmte und gewöhnlich allenach einer Seite überhängende Aehren.

Jede 'Blume besteht aus einem einblättrigen,bleibenden Kelche mit fünf aufrechten, lanzett-förmigen Einschnitten, einer einblättrigen, glocken-förmigen Blumenkrone, mit sehr kurzer Röhreund bauchiger, fünfzahniger, stumpfer, zurückge-schlagener Mündung, welche innerhalb mit fünflangen, pfriemenförmigen, kegelförmig 7iisammenge-neigten Schuppen, womit die Staubfäden abwech-seln , verschlossen ist; fünf in der Krone befestigteS t a u b f ä d e n, die kürzer sind, als die Röhre; vierobere Fruchtknoten, aus derer Mitte sich ein fa-denförmiger Griffel mit einfacher Narbe erhebt.

Die Frucht besteht in vier nackten, hocke-gen, mit den Spitzen zusammengeneigten, glänzen-den Saamen, die sich im Grunde des vergröfser-ten Kelchs befinden.

Diese Pflanze vermehrt sich aufserordentlichdurch ihre Wurzelsprossen, blüht im Monat Maibis Ju li und ihre Saamen reifen im Juli bis Sep-tember.

Die Wurzel, Schwarzwurzel, Wallwurzel, Bein-wellwurzel, Schmeerwurzel, radix consolida? majoriss. symphvti (sonst auch kraut und Blumen) ist of-fizinell.

Man pflegt die Wurzel im April einzusammeln.Sie ist ziemlich lang, 12 Finger dick , in starkeAeste getheilt, äufserlich schwarz oder dunkelbraun)innerhalb weifs-fleischig, bricht sehr leicht glatt ab,läuft auf dem Bruche schmutzig braun an, besitzteinen süfslich-wässerigen, sehr schleimigen Geschmack,und ist ohne Geruch, Bey gelinder Wärme ge-trocknet, und eine Zeit lang aufbewahrt, zeigt siesich inwendig weifs, schwammig, mehlig, und istim Munde sehr klebrig. Sie enthält viel zähenSchleim, welcher mit zusammenziehendem Stoff", Zu-cker und Eyweifssroff verbunden ist, und mit Was-ser ausgezogen unter dem Kochen eine braunrotheFarbe annimmt, und zur Dicke eines Extracts abge-raucht, \ des Gewichts der dazu verbrauchten Wur-zel ausmacht.

Abbildungen:

Flor, du dict. d, scienc. med. livr, 35. pl. i3o.

Plenk icpn. pl. med, 76.

Flor. dan. 664.

Engl. bot. 817.

Curt. Lond. fasc. IV. n. 18,

Sturm Fl. germ, fasc. 17.

Dreves et Hayne t. 36.

J, St. Hilaire Plant de la Fr. II. t, 10A,

Black well herb. t. 202,

Erklärung der Platte.

1.2,3.

4.

Taf. No.

Ein blühender Zweig,

Der Umrifs eines Wurzelblattes.

Die Wurzel.

Eine einzelne aufgespaltene Blumenkrone.

Der Kelch, die 4 Fruchtknoten über denen sichdas fadenförmige Pistill erhebt, einschlie-fsend.