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Der Quitlenbüaltstoraxbaum ist Von mittelmäfsi-ger Gröfse, wächst in Menge im Orient, in Äthio-pien , Syrien, Judäa, Arabien, auf mehrern Inselndes Archipelagus, findet sich ebenfalls in Italien,der Provence und Spanien, und verträgt auch inunsern Garten an hescbütztem Standorte den Win-ter.
Der Stamm dieses Baumes ist aufrecht und äs-tig. Die Zweige sind rundlich, glatt, von gelbbrau-ner Farbe, und die Jüngern weifslich behaart.
Die abwechselnd-stehenden, gestielten, obendunkelgrünen und glatten, unten filzigen und weif-sen Blätter sind eyförmig, ganz ungetheilt, undstumpf- zugespitzt.
Die weifsen Blüthen bilden an den Spitzen derZweige immer zu fünf bis sechs zusammenstehend,einfache Traubeu, die kürzer sind, als die Blätter.Der bleibende, einblättrige, unterhalb befind-liche Kelch ist glockenförmig, aufrecht, kurz, undfünfzahnig. Die einblättrige, trichterförmige Blu-inenkrone sitzt auf dem Kelche und hat eine kurze,walzenförmige Röhre, von der Länge des Kelchs.Der Rand der Krone ist fünf bis siebentheilig, grofsund ausgebreitet. Die Lappen sind lanzettförmig,stumpf und an der Spitze sämmtlich gewunden. Diein der Blumenkrone eingefügten, in einen Kreis ge-stellten Staubfäden (oft ö bis 16) sind aufrecht»pfriemenförmig und tragen längliche, aufrechte Staub-beutel, Der Pruchtknoten sitzt oben, und hat ei-nen einfachen, pfriemenförmigen Griffel, der mitabgestutzter Narbe versehen, und so lang ist, alsdie Staubfaden.
Die Frucht, eine lederartige, rundliche, einfä-cherige Steinfrucht, hat eine weifse, zottige Haut,ist unten von dem Kelche umgeben, und enthälteine bis zwey harte, rundliche, zugespitzte, auf ei-ner Seite erhabene, und auf der andern flacheNüfse.Die Blüthezeit dieses Baumes ist Mai und Junius.Das durch Einschnitte aus der Rinde desselben aus-fliefsende, wohlriechende Harz ist unter dem NamenSlorax oder Styrax offizinell. Man zählt davon dreySorten, die wir insgesammt aus der Levante über
Marseille erhalten. Die beste Sorte kommt in Kör-nern (Styrax in granis) vor, ist äufserst selten undin unsern Offizinen kaum anzutreffen. Die zweite,auch sehr seltene Sorte, besteht aus gelblichen oderhellbraunen, weniger durchsichtigen und unreinemKörnern, die durch eine klebrige Masse zusammenverbunden sind. Sie wird jetzt gewöhnlich in Bla-sen verschickt, und wurde ehemals in Schilf oderRohr eingepackt verfendet, woher der Name Rohr-storax, Storax Calamita oder Cannulata. Beyde Sorg-ten besitzen, wenn sie acht sind, einen sehr ange-nehmen Geruch, einen gewürzhaften, balsamischenGeschmack, und sind an der Flamme eines Lichtsentzündlich. Die dritte Sorte, (der gemeine Storax,Storax vulgaris) ist von den vorigen im Ansehengänzlich verschieden. Es sind sehr grofse, leichte,zusammengeprefste, hellbraune, rund-geformte oderungestaltete Stücke, die im Äussern unsern Loh-oder Torfkuchen nicht unähnlich sind, in welchendiese Sorte vorkommt. Diese Stücke lassen sichleicht zerreiben, und besitzen ebenfalls einen ange-nehmen Geruch.
Abbildungen.
Plenk icon. pl. med. p. 34t.
La mark illust. gen. t. 36g.
Cavanilles dissert. t. 188. fig. 2.
Miller dict. et icon. tab. 260.
Regn. bot. t. 3go.
Gärtn. de fr. et sem, cent. 4* t. 59 fig. 5.
Lobel. icon. i5i.
Tournefort inst. t. 369.
Erklärung der Platte;
Taf. No.
1. Ein blühender Zweig.
2. Eine geöffnete Blumenkrone.
3. Ein Staubbeutel vergröfsert.4- Ein einzelnes Blumenblatt.5. Ein Fruchtknoten mit Pistill.