und an den jungen Bäumen filzig. Das Holz isthart und dicht. Die Blätter stehen autrecht-afh,auf vier bis sechs Linien langen behaarten, obenrinnenförmigen Blattstielen; sie sind oval-länglichmit einer lang vorgezogenen Spitze , am Randeschwach und unregehnäfsig gekerbt, fünf bis sechsZoll lang und zwei bis zwei und einen halben Zollbreit; auf der oberen Seite sind sie dunkelgrün undglatt, auf der unleren mit einem kurzen dichtenweifsen Filz bedeckt.
Die Blüthen stehen in zusammengesetzten spar-rigen Trauben in den Blattwinkeln; diese Traubenerreichen aber nie die ganze Länge des Blattes. DieBlüthenstiele sind rund, mit einem graulich-weifsendicken Filz (tomentum) bedeckt und vor dem Auf-blühen mit kleinen Deckblättchen besetzt.
Der Kelch ist kurz, glockenförmig, abgestutztund bleibt nach dem Abfallen der Blumen stehen.Die Blumenkrone ist aus vier oder fünf*) lan-zettförmigen, am Grunde zusammenhängenden, aufder äufsern Seite, so wie der Kelch, mit einemdichten sehr kurzen weifsen Filz bekleideten Blu-menblättern gebildet, Auf der innern Seite sinddiese glatt und röthlich-braun. Die Staubgefäfsesind kürzer als die Blumenkrone und bestehen auszehn aufrechten länglichen Staubbeuteln, auf kur-zen am Grunde verwachsenen und an der Spitzegewimperten Trägern, die eine Röhre bilden, wel-che mit dem unteren Theil des Blumenrohres so zu-sammen hängt, dafs sie künstlich getrennt werdenkann. Der Fruchtknoten ist eyrundlich, behaartund zeigt undeutliche Fächer; der Griffel ist spitzund etwas länger als der Kelch. Die Frucht isteine runde, von oben und unten etwas eingedrück-te, feste und holzige, nicht aufspringende Nufs-an der Basis sind die Reste des Kelchs und an derSpitze der untere Theil des Griffels als ein kleinesSpitzchen sichtbar. Die Oberfläche ist etwas runz-lich, bald mehr grau, bald mehr bräunlich gefärbt.Im Innern zeigt das feste holzige Pericarpium, insechs helleren Streifen, die Anlage zu nicht ausge-bildeten Fächern.
Der gelbliche Saamen füllt die ganze Höhledes Fruchtbehältnisses aus; die Testa ist fest, dick,rissig und auf der innern Seite mit einer, wie Sil-ber glänzenden, Kernhaut überzogen. Der Embryoliegt horizontal in einem weifsen fast wachsarti-gen Eyweifskörper.
*) An unser« Exemplaren finden wir deren vier: Dry andersah fünf.
Von diesem hier beschriebenen Baume wirdauf den genannten Inseln durch Einschnitte, dieman in die Rinde und in das Holz des Baumesmacht, das Benzoeharz (Resina benzoes) gewon-nen. Die beste Sorte, die sich durch ihre weifseFarbe und gröfsere Reinheit auszeichnet, wird vonfünf- und sechsjährigen Stämmen gesammelt; da-her man die altern Bäume gewöhnlich ausrottet.Ein Stamm kann ungefähr drei Pfund Benzoe liefern.
Für die Pharmazie ist das Benzoeharz theilswegen seines Wohlgeruchs, theils und besonders we-gen des Gehalts an der nach ihm benannten eigen-thümliclien Säure (Acidum benzoieum), sehr wich-tig. Wir erhalten die Benzoe in grofsen gelblichentrockenen und spröden Massen und schätzen sie umso höher, je mehr sie weifse, mandelnartige Stück-chen enthält. (Benzoe amygdaloides).
Anmerk. Durch das holzige, einsaamige, nichtaufspringende Pericarpium und den mehr ho-rizontalen Embryo weicht diese Art von denübrigen Arten der Gattung Styrax ab undkönnte als eine eigene Gattung, für die meinFreund Blume den JSamen „Li th ocarpus"vorschlägt, betrachtet werden. — Dafs LaurusBenzoin das genannte Harz nicht liefert, be-darf jetzt kaum einer Erwähnung.
(N. v. E.)
Abbildungen.
Dryander in Act. angl. 77. tab. XII. (sine fruetu.)Houtuyn Act. Harlem. XXI. tab. 7. (sine flore.)
Erklärung der Tafel.
1. Ein blühender Zweig.
2. et 3. Der Kelch mit dem Pistill.
4. Die Blumenkrone mit dem Kelch.
5. Die Staubgefäfse, vergröfsert.
6. Die Frucht.
7. Dieselbe geöffnet, mit dem Saamen.
8. Das Fruchlbehältnifs mit den sechs helleren
Streifen.
9. Die Saamenschaale, um die weifse glänzende
Kernhaut zu zeigen.
10. Der Embryo im Eiweifskörper, noch nicht völ-
lig ausgebildet.
(Alle Figuren in natürlicher Gröfse.)