Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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eingeschnürt und gleichsam gegliedert; die äufser-lich gelbliche, innen weil'se Rinde löst sich leichtvon dem festen holzigen Kern.

Der Stengel wächst im Frühjahre sehr schnellheran, ist aufrecht, etwas eckig, gestreift, glattund treibt viele aufrecht-abstehende Aesle.

Die Blätter sitzen zu drey beysammen (foliaternata) abwechselnd auf sehr kurzen Blattstielen;sie sind theils horinzontal-abstehend oder abwärts-geneigt; die einzelnen Blättchen sind lanzettförmig,am Rande scharf und doppelt gesägt, oben dun-kelgrün, etwas runzlich, unten graulich-grün undschwach behaart.

Die Blüthen stehen an der Spitze des Stengelsund der Zweige in Rispen, deren Blüthenstiele theilsdrey-, theils zweyblüthig sind.

Die Kelche sind einblättrig, fünf winklig, glatt,und röthlich gefärbt, nach oben erweitert, amSchlund zusammengezogen, mit fünf spitzen auf-rechten Zähnen. Die lanzettförmigen weifsen Blu-menblätter stehen etwas schief mit ihren kurzenNägeln zwischen den Zähnen des Kelchs befestigt.

Die Staubgefäfse (gewöhnlich 16), sind mitsehr kurzen Trägern in dem erweiterten Theil desKelchs verborgen.

Fünf weifs-behaarte Fruchtknoten srhh'efsen sichim Grunde des Kelchs dicht an einander an undendigen sich in eben so viele kurze fadenförmigeGriffel. Die Wurzel wird in Nordamerika als Brech-mittel statt Ipecacuanha angewendet und verdientdeshalb der Aufmerksamkeit unserer Aerzte um somehr empfohlen zu werden, da die Pflanze unserClima erträgt und daher leicht angebaut werden

könnte.

(N. v. E.)

Abbildungen.

Miller Dict. Icon. p. 250.

Plucknet. AI mag. bot. tab. 2.36. fol. 5.

Erklärung der Tafel.

1. Die blühende Pflanze.

2. Die Wurzel.

3. Ein Blatt von der Mitte des Stengels.

4. Der Kelch.

5. Eine Blume mit geöffnetem Kelch, so dafs man

die Staubgefäfse und Pistille sieht.

6. Ein Stück des Kelchs, vergröfsert.

7. Die fünf Pistille.

8. Eins derselben gesondert.