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Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Sisymbrium amarum. I .... »

Nasturtium (officinale ......

Nasturtium (o f f i c i n a 1 e,) foliis pinnatisectis, segmen-

tis ovatis subcordatis repandis . . .

Nasturtium aquaticum supinum , . . .

Nasturtium aquaticum majus et amarum . .Sisymbrium aquaticum ......

Benennungen:

G r i e eh. <n<rüpß%nv Sri«ov i| K«^«jwi>t). Diosc. ex Spreng.

Histor. rei herb. p. 182.Deutsch. Die Brunnenkresse. Quellen-Rauke.Franz. Le cresson de fontaine. Cailli in der

Gegend von Rouen.Ital. Crescione.

Span. Berro.

Port. Agriao.

Engl. The common water cresses,

11 oll. Waterkers..

Dan. Vandkarse.

N o r w. Kjaelkarse.S ch w ed. Kiallkrafse.Russ. Wodanoja krefs.

Pol n. Rzezucha.

Böh m. Rczucha.

U n g. Vizi Torma-.

Diese ausdauernde Pflanze findet sich häufigdurch ganz Deutschland, überhaupt in Europa, auchin Nordamerika, und wächst an klaren Bächen undQuellen, an Gräben, Teichen und auf nassen Wiesen.

Die Wurzeln derselben sind weifslich, ästigund mit vielen, sehr feinen Zasern reichlich ver-sehen.

Die runden, hohlen Stengel sind sehr glatt,gestreift, ästig, bis einen Fufs lang und länger,grün, am Grunde kriechend , treiben oft neueWurzeln aus, und richten sich allmählig aufrecht.

Die gestielten Blätter sind abwechselnd, un-gepaart gefiedert, dunkelgrün, saftig, sehr glatt,dick und bestehen aus fünf bis neun aufsitzenden,rundlichen, eyförmigen oder auch fast herzförmigen,stumpfen, überhaupt in Hinsicht der Gestalt wenigbeständigen, ganz ungetheilten, gegenüberstehenden,Blättchen, wovon das ungepaarte oder Endblättcheneckig, fast lanzettförmig und länger an den obern;rundlich und gröfser an den untern Blättern ist.

Die kleinen, weifsen Blumen stehen in kur-zen, schlaffen, oder je nachdem sich die Früchtemehr oder weniger ihrer Reife nähern, in längli-«licrn Trauben am Ende des Stengels und der Zweige.

Der Kelch besteht aus vier abfallenden, glat-ten, lanzettförmig-gleichbreiten, gefärbten und-fsig geöffneten Blättern. Die Blumenkrone ist vier-blättrig und kreuzförmig. Die Blumenblätter sindlänglich, abstehend , oft kleiner als der Kelch undmit sehr kleinen Nägeln versehen. Von den sechspfriemenförmigen aufrechten Staubfäden, welche miteinfachen, gelbrothen Staubbeuteln versehen sind,stehen die vier gröfsern, welche länger als derKelch, paarweise, und die zwei kürzern, von derLänge des Kelchs, gegeneinander über. Der Frucht-knoten ist länglich, cylindrisch und hat einen kaummerklichen, mit stumpfer Narbe versehenen Griffel.

Die Frucht besteht in einer gestielten, einenhalben Zoll und darüber langen, rundlichen, etwaszusammengedrückten, leicht gekrümmten, glatten,Anfangs aufrechten, dann etwas hängenden Schote,welche iu zwey durch eine Scheidewand getrennteP'ächer getheilt ist, und zahlreiche kleine, rundlicheSaamen von gelblicher Farbe enthält. Die Scheide-wand ist etwas länger als die zwey Klappen derSchote, die aufgesprungen fast gerade bleiben.

Salisb. prodr. p. 270.

Brown, bort. kew. 2. edit IV. p, 110

Decand. reg. veg. syst. nat. II, p. 188.

C. Bauh. pin. p. 10/1.

Tabern. p. 4^5.

C. Bauh Prodr. 45.

Matthiol. comm. 379,

Cainer-Epit. 269.

Tournef-Jnstit. 226.

Die Brunnenkresse, welche" das ganze Jahrhindurch grünt und wovon es eine kleinere Varie-tät mit Fingershohem ganz liegendem Stengel undviel kleinern Blättern gibt, blüht von May an bisSeptember, und bringt im August bis October reifeSaamen.

Das frische Kraut, (Brunnenkresse, herba Nastur-tii aquatici) ist officinell.

Es wird im Frühling und Winter gewöhnlichdie ganze Pflanze eingesammelt und frisch benutzt.Beym zerquetschen giebt das Kraut einen flüchtigendem Löffelkraut ähnlichen Geruch von sich, undbesitzt einen eigenthümlichen, etwas scharfen undbitterlichen Geschmack, Beyde verlieren sich aberbeim Trocknen.

Die Brunnenkresse wird sehr oft mit derbittern Gauchblume (Cardamine amara L) verwechselt.Letztere Pflanze, unterscheidet sich aber nicht nurdurch den aufrechtem, höhern Stengel; die rund-lich oder herzförmig gelappten, am Rande etwasstumpf-eckigen Wurzelblätter und mehr eyrundenstumpf-gekerbten Stengelblätter, den merklich bit-tern Geschmack; sondern auch durch die frühere,aber kürzere Blüthezeit; die gröfsern, geädertenBlumenblätter; die braun oder purpurrofhenStaub-beutel und endlich durch die linienförmigen, langenSchoten, deren Klappen sich aufrollen.

Die Wiesenkresse (Cardamine pratensis L)die ebenfalls mit der Brunnenkresse verwechseltwerden kann, hat einen aufrechten, fufshohenund höhern, glatten, runden, ästigen Stengel, derunten ge wohl ich röthlich gefärbt ist.

Die gefiederten Blätter sind glatt, abwechselnd,tief geschlitzt; die untern gestielt, die obern sitzend.Die einzeln Blättchen sind unten am Stengel rund-lich, gelappt, oben schmal, lanzettförmig und unge-theilt. Die Blüthen sind grofs, langgestielt, geädertund von purpurröthlicher blafsrother zuweilen auchweifser Farbe, und bilden lange, lockere Endtrauben.

Abbildungen.

Flor du Dict. des Scienc. med. livr, 3j. pl. i38

Plenk. Jcon. PI. med. t. 525.

Curtis. flor Lond. 0. t. 44«

Hör. dan. t. (iijo.

Engl, botany. t. 855.

Woodville. med. bot. 1. t. 48.

Savi Mat. med. 26. t. 54-

Schkuhr. bot. Handb. t. 187.

Blackwell Herb. t. 2G0. sub Nasturtio aquatico,

Bnillard Herb, t, 3oa.

Moriss, Oxon. S. 3. t. 4. F. 8.

Dalech. Lugd-bat. 5C>8. f. 1.

Tabernam. kraeut. Buch. S\G.

Lobel Jcon. 209. f. 1.

Erklärung der Platte.

Taf. No.

Ein blühender Zwei"-.

Die junge Pflanze.

Ein einzelnes Blumenblatt.

Kelch und Staubgefäfse vergröfsert.

Eine geöffnete Schote,

Eiu Saamenkorn.

1.i.3.

4-5.(i.