Benennungen.
G riech.
WBV. Cttilli.
Deutsch.
Der weifse Senf.
Franz.
La moutarde Manche
Ital.
Senapa.
Span.
Mostazo.
Port.
Mostardeira.
Engl.
The white mustard.
Holl.
Witte Mosterd.
Dan.
Senep.
Schwed,
Sepap.
Russ.
Gortschiza.
Böhm.
Horcice.
Ungar.
Mustor.
Diese einjährige Pflanze wächst in Deutschland,England, Frankreich, Italien, der Schweitz etc. aufFeldern, an Gräben, Dämmen und Zäunen und wirdin manchen Gegenden des Saamens wegen in Gär-ten oder Feldern häufig angebaut.
Die etwas dicke Wurzel ist weifslich, gerade,und zaserig-, der Stengel aufrecht, ästig, gestreift,eckig, etwas haarig und zwey bis drey Fufs hoch.
Die abwechselnden, gestielten Blätter sind fie-derförmig getheilt, etwas rauh; die Lappen stumpf,buchtig und ungleich gezahnt; die untern stehen et-was entfernt, sind kleiner; der äufserste ist dreylap-
Pig-
Die kleinen, gelben, ungeaderten Blumen ste-hen in lockern, langen, aufrechten Endtrauben. DieBlumenstielchen sind eckig.
Der Kelch ist vierblättrig und abfallend. DieBlättchen sind gleich-breit, vertieft-rinnenförmigund ausgebreitet. Die Blumenkrone besteht aus viergleich-grofsen, ins Kreuz stehenden Blumenblät-tern. Die Platten derselben sind rundlich, flach-abstehend und ungetheilt; die Nägel gleich-breit,gerade aufrecht und kaum so lang als der Kelch.Von den sechs pfriemenförmigen, aufrechten, mitzugespitzten, aufrecht-abstehenden Antheren verse-henen Staubfäden stehen die vier gröfsern, die aberkleiner sind als die Blumenkrone , paarweise bey-saramen, die zwey kürzern sich gegenüber, wie diefsin dieser Familie gewöhnlich ist.
Bey dem runden oberu Fruchtknoten, unten anden Staubfaden sitzen vier eyförmige Honigdrüsen;zwey bey den längern und zwey bey den kürzern.
Der Griffel ist so lang als die Staubfäden; die Narbekopfförmig.
Die Frucht ist eine längliche, mit fast wage-recht - abstehendem Stiele versehene, etwas gerade,steifborstige, aufgeblasene und gleichsam geglie-derte Schote, mit langem, zusammengedrücktem,schwerdförmigem, schiefem Schnabel. Sie ist zwey-fächerig, zwey klappig und an den Rändern derScheidewand sitzen abwechseld mehrere Saamen.
Die Bliithezeit ist Juni und Juli; die der Saa-menreife August.
Der Saame (Semen Sinapis albae seu Erucae,weifser Senfsaame) ist offizinelh
Er ist klein, kugelig, gelblich oder weifs-gelb,von flüchtigem Gerüche und dem eigenthümlichem,sehr scharfem Geschmack, der aber etwas schwä-cher ist als bey dem schwarzen Senfsaamen. Auchbelegt man au einigen Orten mit demNiunen, weis-ser Senfsamen, den Saamen des Raukekohls (Bras-sica Eruca L.) dessen Geschmack dem vorigen ähn-lich und zugleich etwas rettigartig ist.
Abbildungen :
Plenk Jcon. pl. med. 524.
Schkuhr. bot. Handb. 2. tab. 186.
Sturm Deutsh. Flor. I. 8.
Smith Engl. bot. t. 167^.
Curt. fl. Lond. 5. t. 4^.
Martyn Flor, rustica. t. 70.
Lamark Jllustr. Gen. tab. 566.
Blackwell Herb. tab. 29.
Moris. Oxon. S. 3. t. 3. f. 2.
J. Bauh. Hist. 2. p. 858.
Besler. Hort. Eystett. 10. tab. 8. f. 1,
Dalechamp. Lugd. 646. f. 2.
C a m e r. Epit. 333.
Dodon. Pempt. 707. f. l.
Lobel. Jcon. 2. p. 277. f. 2.
Erklärung der Platte.
Nro. ,
1. Die blühende Pflanze.
2. Ein Blumenblatt.
3. Die Staubgefäfse.
4. Eine Schote.
5. Dieselbe geöffnet.
6. Der Embryo (cotyledones couduplicati.)