Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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vorkommen, sind kurz gestielt, gegenständig, läng-lich-lanzettförmig, mit abgerundeter oder verschmä-lerter Basis, ganzrandig, auf beiden Seiten glatt undbesonders auf der untern mit vortretendem aderigemGefäfsnetz versehen; in dem vorliegenden Exemplareaus dem Vahl'schen Herbario sind sie 21/2 -31/2 Zoll lang, und 1 - 11/2 Zoll breit.

Die kleinen Blut he n bilden kurze aber viel-blüthige und ausgebreitete Rispen mit dichotomischgetheilten Aesten-, die Blüthenstiele sind mit einemkurzen dichten gelblichen Filz bekleidet. In der-selben Rispe kommen männliche und weibli-che Zwitterblüthen vor (panicula polygama).Der Kelch ist sehr klein, und besteht aus vieroder fünf aufrechten eirundlichen Zähnen.

Die Blumenblättchen sind linienförmig,mit einer kurzen und feinen umgebogeuen Spitzeaufsteigend, zweimal so lang als der Kelch, ge-wimpert, gelblich - grün. In den männlichenBlüthen ist ein etwas erhabener vier- oder fünfecki-ger Fruchtboden, (je nachdem vier oder fünf Blu-menblättchen vorhanden sind). An seinen Ecken,den Kelchabschnitten entgegen, stehen eben so viele(4 - 5) Staubgefäfse; die Staubfäden sind län-ger als die Blumenkrone, und am Grunde starkbehaart; diese Haare scheinen die Stelle derhier fehlenden Schüppchen des Necta-riums zu vertreten. Die Staubbeutel sind auf-recht , gelb.

In den Zwitterblüthen sind die Staubfadenvon der Länge der Blumenblätter. Das Pistill be-steht aus drei rundlichen glatten Fruchtknoten, dieauf einer erhabenen Scheibe des Fruchtbodens an-sitzen, aus einem gemeinschaftlichen dreiseitigenGriffel und drei einfachen Narben.

Die Früchte sind einsaamige schwarze undglänzende Steinfrüchte von der Gröfse einer Erbse.Das Holz dieses Baums ist, so wie die Rinde,von höchst bitterm Geschmack, und der gröfsteTheil des Bitterholzes Lignum Quassiae, wel-ches jetzt im Handel in bedeutend dicken und ge-spaltenen Stücken (Scheiten) vorkommt, ist diesemBaume zuzuschreiben.

Anm. Wir haben bei dieser Darstellung ein unsdurch Herrn Professor Ritter Hornemannaus Copenhagen gütigst mitgetheiltes Exemplarund die von Swarz in den Acta Holm, ge-gebene Abbildung benutzt.

(N. v. E.)

Abbildungen.

Swarz Acta Holm. 1788. p. 3o2.Hayne Getr. Darst. IX.

Erklärung der Tafel,

1. Ein blühender Zweig.

2. Eine männliche Blüthe, in natürlicher Gröfse.

3. Dieselbe vergröfsert.

4« Eine andere mit vier Blumenblättern, ausgebrei-tet um die viereckige Scheibe zu zeigen.Ein Blumenblatt.

Ein Staubgefäfs, von vorn gesehen.Dasselbe von der Rückseite.

ö. Ein Zwitterblüthchen, alle Figuren von 3 an ver-gröfsert).

9. Die Früchte.

10. Eine derselben im Querdurchschnitt,n. Der Saamen.

5.6.

7-