Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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gleich breit, lanzettförmig, stumpf, am Rande et-was umgeschlagen, oben von dunkelgrüner Farbeund in der Mitte gefurcht; auf der untern Seiteaber in der Mitte gerippt und weifslich -filzig.

Die violett-röthlichen Blumen stehen zurSeite in den Blattwinkeln dicht bey einander undtraubenförmig. Ihre Stiele sind feinhaarig und mit■wolligen, hinfälligen IS'ebenblättchen verseben. Dereinblättrige, bleibende, etwas haarige Kelch istzwevlippig. Die Oberlippe desselben ist uugetheilt,die Unterlippe' zweyspaltig. Die einblättrige Blu-menkrone ist rachenfurmig; die Rubre derselbenlänger, als der Kelch, nur die Mündung in zweyLippen getheilt, wovon die obere zweytheilig undaufrecht ist, und zurückgebogene Ränder hat; dieuntere aber in drey zurückgebogene, ungleicheLappen getheilt ist, wovon, der mittlere gröfserund vertieft ist. Die zwey Staubfäden sind lang-gekrümmt und mit einem Zahn versehen. DerFruchtknoten ist viertheilig; der Griffel unddie Narbe einfach und "im Grunde des Kelchs sindvier unbedeckte Saamen enthalten.

Die Blüthezeit des Rosmarins ist Juni undJuli. Die Saamen reifen im August und Septem-ber. Die Fortpflanzung desselben geschieht durchSaamen; am leichtesten aber durch Ableger undabgeschnittene Zweige.

Die Blätter und B1 ü t h e n (herba et floresrorismarini s. anthos) sind offizinell. Die Blätterhaben einen starken, balsamischen, erquickendenGeruch und einen feurigen, bitterlichen, campher-artigen Geschmack. Der Geruch und Geschmack

der Blumen ist ebenfalls campherartig, stark durch-dringend und gewürzhaft. Der Kelch, als der wirk-samste Theil ist vorzüglich mit einzusammeln.

Das Rosmarinöl (Oleum herbae rorismarini s.anthos) wird aus dem blühenden Kraute vorzüglichin Spanien in der Provinz Murcia im Grofsen de-stillirt. Es ist sehr dünn und leicht, fast farbenlosvon einem sehr angenehmen, in der Menge jedochetwas auffallend schweren Geruch und einem cam-pherartigen Geschmack. Eine Verfälschung dessel-ben mit Terpentinöl, ist leicht durch den Geruchund durch Vergleichung mit achtem Oele zu er-kennen,

Abbildungen.

Du Hamel ed. Michel, vol. III. n. 44-

Plenk icon. pl. med. t. 18.

Kern er gen. illustr. t. 36o.

Lam. illustr. gen. t. XIX.

Sibthorp fl. gr. t. 14.

Flor. d. dict. d. scienc. med. livr. 78. pl. 3oo.

Black well herb. t. i5o.

Joh. Bauhin bist. 2. 25.

Sabbati hört. rom. t. 67.

Kniphoff cent. I. t. ;ö.

Dodon. pempt. 272,

Erklärung der Platte.Taf. No.

1. Ein blühender Zweig.

2. Eine einzelne Blumenkrone.

3. Der Kelch mit dem Staubfäden und dem Pistil.

I