Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Benennungen:

Deuts ct. Rothe Johannistrauben, Riebeselstrauch,Johannisbeerribizel, Johannisträublein,-bitzel - Staude, Weinbeerstrauch.

Groseiller usuel, Groseiller ä fruit rouge,Groseiller commun, Grossalier ä grappes,Ribes rosso.Ribes rojo.Groselheira vermelha,The red Currant, the common sowercurrant, currant - tree.

Roode Aalbezie, Aalberie, Aalbessen-boom, Bessen-boom.Ribs.Schwed, Vinbär.Russ. Smorodina krasnaja,

P o 1 n, Porzeczki.

Böhm. Ostruzina.Ung. Vörös Szölö.

Franz.

ltal.

Span.

Port.

Engl.

Ho 11.Dan.

Der gemeine Johannisbeerstrauch, lan-ge Zeit Mild und unbekannt auf den Felsen der Al-pen, ist erst seit einigen Jahrhunderten in die Zahlder fruchttragenden Sträuche unserer Gärten auf-genommen. Man findet ihn durch ganz Deutsch-land, in der Schweitz, in Schweden und mehrerenGegenden des nördlichen Europa in Wäldern, He-cken, Gebüschen und an Zäunen, Er wird 4 bis5 Fufs und drüber hoch, und erreicht in 10 Jah-ren seine Vollkommenheit.

Die runden Zweige stehen aufrecht, sie sindsehr ästig, ohne Stacheln und mit brauner oderaschfarbiger Rinde, welche sich ablöfst, bedeckt.

Die Blätter stehen Avechselweise, sind gestielt }drey oder fünflappig, an der Spitze und den Lap-pen ungleich gezähnt, an der Basis herzförmig aus-geschnitten, auf der Oberfläche glatt, auf der un-tern längst den Adern sehr fein behaart.

Die Blüthen bilden einfache, glatte, zu ein-zeln oder mehrern hängende Seitentrauben. Anjedem einzeln Blümchen bemerkt man ein kur-zes Stielchen mit sehr kleinen ovalen Deckblätt-chen versehen; einen einblättrigen', glockenförmi-gen, bauchigen, halbfünfspaltigen, getärbten und

bleibenden Kelch, mit fünf länglichen, hohlen, et-was zurückgebogenen Einschnitten; eine fünfblät-trige, regelmäfsige, etwas flache, grün-gelbe Blu-menkrone, derer Blumenblätter zweyspaltig,stumpf, und mit den fünf Staubfaden im Kelcheeingefügt sind; ferner einen untenstehenden , rund-lichen Fruchtknoten, der einen zweytheiligenGriffel mit stumpfen Narben trägt.

Die Frucht besteht in einer kleinen rundensehr saftigen genabelten Beere, von schön rotherFarbe. Sie ist einfächerig und enthält mehrererundliche etwas zusammengedrückte Saamen.

Von diesem Strauche hat man mehrere Varie-täten, Avovon die grofse holländische rothe Johan-nisbeere und die grofse holländische weifse Johan-nisbeere die vorzüglichsten sind. Er blüht im Aprilund May und die Früchte reifen im Junius undJulius,

Die Beeren, (Baccse ribesiorum s. ribium ru-brorum), rothe Johannisbeeren, von sauer-süfsli-chem Geschmack, sind offizinell und man bereitetaus dem Safte derselben mit Zucker einen Syrup(Syrubus rubium) von einer angenehmen rothenFarbe und einem süfs - säuerlichen Geschmack.

Abbildungen.

Lobelius icon. 202.

Wein mann n. 865. g.

Zorn ic. pl, t. 78.

Black well herb, t, 285. f. 1, 2. 5.

Rcitter u. Abel abb. t. 66.

Duhammel arb, fruit. I, p. 272. pl. 1.

Oeder flor. dan. t. 967.

Schkuhrs bot. handb. t. 48.

Schmidt östr. baumz. t. 92.

Sturm Deutschi. flor. h. l\,

Poiteau et Turpin arb.fruit.Duham,n.edit, t, 2.3.

Plenk icon. pl. med. i46.

Handb. d. pharm, bot. XI. f. 80,

Flor, du dict. des scienc. med. livr. 5o. pl, 189.

Erklärung der Platte.

Taf. No.

1. Ein Zweig mit reifen Früchten.

2, Eine Blüthentraube,