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desselben ist graubraun und die der jungem Zwei-ge grünlich, etwas gestreift und gefleckt. Die run-den, gefurchten, feinbehaarten Aeste stehen wech-selweise, sind lang, fein, selten gezweigt und tra-gen nur an den jährigen Trieben Blätter und Blüthen.Die Blätter sind abwechselnd, langgestielt,abstehend, aus drey kurzgestielten, oval-lanzettför-migen, ganz ungetheilten, am Ende zugespitzten,fast drey Zoll langen, oben dunkelgrünen, glatten,unten besonders auf dem Nerven mit einzelnen Häär-chen besetzten und blafsgrünen, übrigens in ihrerGestalt und Gröfse veränderlichen, zuweilen ecki-gen, sogar ausgeschweiften Blättchen zusammenge-setzt. Gewöhnlich finden sich vier bis fünf Blätteran den jährigen Trieben, Der gemeinschaftlicheBlattstiel ist an seiner Basis angeschwellt, fast cy-lindrisch, mehr oder weniger haarig, und zwey bisdrey Zoll lang.
Die kleinen, gelbgrünlichen Blumen bildenin den Blattwinkeln kurze, ästige Rispen. Gewöhn-lich findet man Zwitterblumen, besonders bey denknltivirten. Zuweilen sind die Geschlechter ganzgetrennt; oft auch gemischt,
Der Kelch ist klein, aufrecht und hat fünfEinschnitte. Die Krone ist fünf blättrig. Die Blu-menblätter sind lanzettförmig, hinfällig, doppeltso lang als der Kelch, glatt, zurückgebogen undnach aufsen zusammengerollt. Die fünf Staub fa-den stehen im Blumenboden, sind sehr kurz, flach,an der Basis breiter und roth und kürzer als dieBlumenkrone; die Staubbeutel klein, gelb, fastoval mit einer tiefen, länglichen Furche. DerFruchtknoten sitzt oben und ist rundlich. Diedrey Griffel sind kurz, fast fehlend und mit herz-förmigen kleinen Narben versehen.
Die Frucht besteht in einer trocknen, weifs-gelblichen, gestreiften fast runden Beere, die ein-fächerig ist, und einen einzigen rundlichen, gestreif-ten , knochenharten S a a m e n enthält.
Der Giftsumach blüht im Juni, Juli und August.Die Blätter desselben (herba s. folia Rhuris s..Rhois Toxicodendri) sind offizinell. Alle Theiledieses Strauchs enthalten einen milchigten, schar-fen, giftigen Saft, der an der Luft schwarz wirdund die Leinwand dauerhaft schwara färbt. DieBerührung, sogar die Ausdünstung des Giftsumachist manchen Menschen besonders bey warmen Ta-gen, so schädlich und nachtheilig, dafs dadurchheftiges Brennen, Jucken, Entzündung, Geschwulstund Ausschlag an den davon betroffenen Theilenentsteht. Diese Zufälle theilen sich zuweilen soswdem ganzen Körper mit. Es ist daher zu verhüten,die frischen, fast geruchlosen Blätter, welche kurzvor dem Blühen eingesammelt werden müssen,mit blosen Händen anzugreifen.
Abbildungen.
Flor, du dict. d. scienc. med. livr. 87. pl. 33 j.
Plenk icon. pl. med. t. 235.
Du Hamel ed. Mich vol. II. p. 167. t. 48.
Kniphof cent. 2. n. 71.
Munt in g phytogr. t, 60.
Cornuti canad. 96. t. 97.
Barrelier icon. bot. ic. 228.
Erklärung der Platte.
Taf. No.
1. Ein blühender Zweig.
2. Eine einzelne Blüthe.
3. Ein Staubbeutel.
4. Der um den Fruchtknoten stehen bleibende Kelch.
5. Die oberhalb auf den Fruchtknoten befindlirhe
Narbe.
6. Einzelne Früchte.
7. Ein Saamenkorn.
8. Eine querdurchschnittene Beerenartige Frucht.