Der ■wurzelnde Sumach wächst in Canada undVirginien, ist auch bey uns dauerhaft und wird dreybis vier Fufs hoch. In seinem Vaterlande hinge-gen soll er eine Hohe von 20 bis 3o Fufs und seinStamm eine Dicke von fast vier Zoll im Durchmes-ser erreichen, indem seine wurzelnden Stengel undAeste, sobald sie einem Baume begegnen, sich andem Stamme desselben durch kleine Seitenwurzelnfesthalten und anschlingen, sich in viele Aeste zer-theilen und gleich unserm Epheu bis zu den Gip-pfeln der höchsten Bäume steigen. Dasselbe sollauch beym Giftsumach statt finden. Nach HerrnBosc (siehe Dr. Sigismund Friedr. HermbstädtsÜbersetzung von Orfilas Toxicologie 3. Th. p. 4/.)und nach allen neuern Botanikern soll der Wurzel-sumach nur eine Varietät von jenem seyn, und vonihm nur durch die Blättchen abweichen, welche glattund ganz randig sind; die kleinen faserigen Wür-zelchen entstehen am Ende des vorjährigen Triebesund sind mehr oder weniger zahlreich.
Der Gift-undWurzelsumach werden stark durchWurzelausläufer, die niederliegenden Stengel undleicht durch Ableger vermehrt. Die Beeren gelan-gen bey uns nicht zur Beife. In ihren Wirkungensollen beyde übereinstimmen.
Abbildungen:
Schkuhr Handb. 1. p. 235. t. 82.Plenk icon. pl. med. t. 236.Du Hamel arb. II, t. 98.Dillen, hört. elth. t. 291. f. 3j5.
Erklärung; der Platte.
1.
2.3.
4-5.
Taf. No.Ein blühender Zweig.Eine einzelne Blüthe,Ein Kelch,Derselbe vergrüfsert.Ein einzelner Staubfaden,