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Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Rhododendron ferrugineum.

(Der rostfarbige Alpbalsam oder Alpenrose. )

CharSpec.

Rhododendron ferrugineum.

R. foliis glabris subtus leprosis corollis infundibulifor-mibus ........

R. foliis ellipticis, glabris, subtus rubiginosis . .Azalea maculis ferrugineis subtus adspersa, floribusdecandris .......

Ledum alpinum, foliis ferrea rubigine nigricantibus

Evonymus Theophrasti.....

Montana allobrogum lentiscifolia ....

Benennungen.

Deutsch. Der rostfarbige Alpbalsam. Die rost-farbige Alpenrose. Alprausch. Im Ziller-

Fr an z.Engl.

thal: Dendrose.

Le rosage ferrugineux.The dwarf rosebay.

Die rostige Alpenrose findet sich auf den ho-hen Gebirgen des nördlichen Frankreichs, Spaniens,der Schweiz und Sibiriens. Nicht wenig häufig wirdsie auf den Alpen Oestreichs angetroffen, welchendieser zwey bis drey Fufs hohe Strauch eine pracht-volle Zierde gewährt. Auf den höchsten Gipfeln derAlpen an dem Rande der Schneelager pflegt er un-ter Zwerg-Nadelhölzern zu wachsen, in etwas nie-drigem Gegenden liebt er jähe, feuchte, moosigt,oder mit Gräsern bewachsene Felsen, wo er sichzuweilen sehr weitschweifig ausbreitet. Die äulser-sten, gestreckten Acste schlagen zarte Wurzeln, deh-nen sich dann weiter aus und sind leicht auszureif-sen, welches bey der in den Felsenspalten stark be-festigten Hauptwurzel nicht auszuführen ist. In un-sem Gärten läfst er sich ziemlich leicht versetzen,und pflegt auch einige Iahre hindurch zwar fortzu-wachsen , gedeiht jedoch nicht so gut und trägt sel-ten Blumen.

Miller Dict. n. 2.

Jacquin Observ. bot. I. p. 2G.

Jacquin fl. Austr. t. 255.

Houttuyn Lin. pfl. Syst. 3. p. 553.

Scopol, fl. carn. n. 4/9>

Willd. Berl. Baumz. p. 284.

Willd. Spec. pl. IL p. 6o3.

Pers. Syn pl. I. p. 4/8.

Aiton Hort. Kew. II. p. 355.

Dum. de Cours. bot. cult. 2. edit. HI. p. 325.

Dietrich Gart. Lexic. VIII. p. i5i.

Graumüller Handb. d.pharm, med. bot. II. p.351.

Dierbach Handb. d. med. pharm, bot. p. 171.

Haller Helvet. n. ioi5.

Lemonier Sauvage fl. Monspel. p. 5j.C. Bauh. Pin. p. 468.Raji Hist. p. ioo5.Dalechamp Hist. p. 27.Lobel Icon. 366.

An den Enden der Zweige stehen die immer-grünen Blätter dicht beysammen, ohne Ordnung,bald abwechselnd, bald gegenüberstehend oder zer-streut. Die Zweige sind graubraun, rund, krumm,rifsig und knotig von den abgefallenen Blättern.Diese sind kurz-gestielt, lanzettförmig, lederartig,hart, oben dunkelgrün glänzend, glatt und netzförmiggeädert, am Rande etwas umgebogen. Anfangspflegen sie auf beyden Seiten grün zu seyn; älteraber sind sie auf der untern Fläche mit scharfarti-gen, rostfarbigen und schwärzlichen Punkleu be-zeichnet. Zuweilen bemerkt man auch eins oderdas andere jüngere Blatt besonders am Grunde et-was gewimpert, welches später sich verliert.

Fast jeden Zweig endigt eine aufrechte, einfa-che Blüthen-Traube. Die mehr oder weniger vor-handenen einblüthigeh Stiele sind zerstreut, auf-recht und punktirt ; die Blumen hängend, schönrosenfarbig mit aschgrauen Punkten bezeichnet undgeruchlos.

Der einblättrige, sehr kleine, fünfzahnige Kelchunterstützt den Grund der einblättrigen, trichter-förmigen , halbfünfspaltigen Krone. Die Röhre derBlumenkrone ist weiter als der Kelch, am Grundein fünf kleine Höckerchen sich erhebend, inwen-dig etwas zottig und auswendig scharf punktirt; derSaum sehr ausgebreitet offen, fast h'ppig, mit läng-

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