Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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ßlumenkrone ist kelchartig und sechssbdlig. DieEinschnitte sind ey förmig, zugespitzt, aufrecht undvertieft. Die Geschlechter findet man zuweilen ganzgetrennt. Die neun Staubfaden stehen in mehrerenReihen, der eyförmige Fruchtknoten sitzt oben undhat einen einfachen Griffel mit stumpfer Narbe.

Die Frucht eine Steinfrucht ist länglich, schwärz-lich und enthält einen rothen Kern.

Dieser Baum blüht das ganze Jahr hindurch.Die Rinde defselben, (Cassia cinnamomea, Cinna-momum indicum s. sinense) Zimmtkassia, Zimmt-sorte, sinesischer Zimmt, ist offizineil.

Es ist die innere Rinde der Aeste und hat mitder ächten Zimmtrinde in Ansehung des Geruchsund Geschmacks sehr viele Aehnlichkeit. Sie un-terscheidet sich jedoch davon durch ihre dunklereFarbe und den brennendem, feurigem und schär-fern Geschmack. Auch ist sie gröber, härter undetwas dicker. Wir erhalten sie durch die Englän-der in pfundschweren, dreyviertel Ellen langen, anbeyden Enden und in der Mitte zusammengebun-denen Bündchen. Sie ist mit in die Länge, theilsgerade durchlaufenden, theils gewundenen, hell-farbigen Adern bezeichnet, von ebenem, blässenn,Bruche, bald in halb-linniendicken, glatten Röh-ren zusammengerollt, bald in stärkern, über eineLinie dicken* und fünf bis sechs Linien breiten,plattern Stücken. Sie behält ihren eigenthümlichenGeschmack und Geruch länger; läfst sich aber nichtzu einem so feinen Pulver, als der ächte Zimmtbringen. Bev der Destillation liefert sie über dop-pelt so viel ätherisches Oel, als der ächte Zimmt,welches Oel, so wie das dabey gewonnene ölreicheWasser sich von dem aus letzterm destillirten nichtunterscheiden läfst. Auch ist diese Rinde viel wohl-feiler , als der -wahre Zimmt.

Diese Zimmtsorte wird öfters mit dem Mut-teizimmt (Cassia lignea), der Rinde des in Osindi-en, vorzüglich in Malahar wachsenden Mutterzimmf-lorbeers (Lauras Malabathrum Burrmanni) verwech-selt. Diese Rinde besteht, wie die Zimmtsorte ausröhrigen und platten, auf frischem Bruche glatten,nicht faserigen Stücken, die sich auch durch ihredunklere Farbe, rauhere Oberfläche, ihren weit schwä-chern Geruch und Geschmack und vorzüglich durchden vielen Schleim, den sie beym Kauen und Ko-chen mit Wasser geben, unterscheiden. Der Auf-gufs des Pulvers mit kochendem Wasser erkaltetzur Gallerte. Bey der Destillation erhält man zwarein milchichtes Wasser, aber es soll sich davon keinOel absondern lafsen. Es kommen davon im Han-del verschiedene Sorten vor, die sich durch ihregröfsere und geringere Güte unterscheiden.

Abbildungen :

Plenk icon. pl. med. 3i3.La mark illustr. gen. t. 32 t. fig. 2.Burrmann thes. zevl. t. 28tBlack well herb. t. 319.Rheede bort, malabar. I. t. 5j.

Erklärung der Platte.

Taf. No.

i. Ein blühender Zweig.

2. Ein einzelnes kleines Blumenblättcheu.

3. Ein einzelner Staubfaden.

4. Derselbe etwas vergröfsert.

5. Der Griffel mit den Fruchtknoten.

6. Derselbe etwas vergröfsert.

7. Ein Stück Rinde, sq, wie sie in den Offizinen

vorkommt