Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Benennungen:G r i e c h. %»?. Diosc. ex Spreng, liist. r. herb. p. 108.Deutsch. Die gemeine blaue Schwertlilie, blaue

Iris, Violenwurz.Franz. L'iris germanique.

lride, giglio Celeste azzurro.

Lirio de Alemania.

Lirio roxo dos montes.

The blue flower de luce.

Duitsche Iris.

Blaa Lilie.

Blalilja.

Mieczyk ziele.

Modre lilium.

Ital.

Span.

Port.

E n g 1.

Holl.

Dan.

Schwed.

Poln.

Böhm.

Der deutsche Schwertel, eine ausdau-ernde Pflanze, wächst in mehreren Ländern Eu-ropas; auch in verschiedenen Gegenden Deutsch-lands , sowohl an feuchten, als trocknen Orten, inschattigen Wäldern, auf Grasplätzen etc.

Die längliche, knollige, kriechende Wurzeldesselben, treibt einen aufrechten, runden, glat-ten, vielblumigen Schaft, welcher anderthalb biszwey Fufs hoch wird.

Die schwerdtförmigen Blätter sind kürzer alsder Schaft, glatt, aufrecht, sichelförmig gebogenund an ihrem Grunde scheidenförmis'.

Die Blumen sind abwechselnd, gestielt, violett-blau, mit röthlichen Adern durchzogen; die obernfast aufsitzend. Die an den Rändern häutigen Blu-menscheiden sind zwey bis dreyblättrig. DieRöhre der einblättrigen, sechstheiligen Blumen-

krone ist etwas länger, als der Fruchtknoten. Diedrey äufsern grofsen Blumenkronlappen sind oval,rundlich, und mit weifs-gelblichen Barten verse-hen; die drey innern fast so grofs wie die äufsern.Uebrigens sind alle einzeln Blumentheile denen desflorentinischen Schwerteis ähnlich.

Die Blüthezeit dieser Pflanze ist Mai und Juni.Ihrer schönen Blumen wegen wird sie bey uns häu-fig in Gärten gezogen.

Die Wurzel, blaue Schwertlilienwurzel, (ra-dix iridis nostratis s. Gladioli coerulei) ist offizinell.Sie ist lang, gegliedert, fleischig, dick, inwendigweifslich, äufserlich grau und mit Fasern besetzt,im frischen Zustande widrig riechend und von ei-nem sehr scharfen beifsenden Geschmack. Schnellgetrocknet erhält sie einen schwachen Violengeruchund der Geschmack wird bitterlich.

Abbildungen.

Redoute liliac. VI. t. 3og.

Poiteau et Turpin fl. paris. t. 48-

Kern er bot. Magaz. t. 670.

Flor. d. dict. d. scienc. med. livr. 53. pl. 20'}.

Plenk icon. pl. med. t. 34»

Black well herb. t. 69.

Bulliard. herb. t. 141.

Erklärung der Platte.Taf. No.

1. Ein blühender Schaft, daneben eine Blumen-

blattförmige Narbe die den Staubfadenbedeckt.

2. Die offizinelle Wurzel-Knolle.