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Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Benennungen:G riech. i^s- ex Spreng, bist. r. herb. p. 37 et 77.Deutsch. Der florentinische Schwertel oderSchwert-Lilie, die weifse florentinischeIris, Veilchenwurzel, Violenwurz.

L'iris de Florence, la flambe blanche.

Liris de Florencia.

Iris ou lirio de Florenca.

The florentine iris.

Florentynse iris.

Fiobot.

Franz.S p a n.Port.Engl.Holl.S chwed

Im südlichen Europa ist diese ausdauerndePflanze einheimisch und wächst häufig in Italien,vorzüglich in den Umgegenden von Florenz, io Dal-matien, Ungarn etc. Ihrer schönen Blumen wegenwird sie bey uns in Gärten zur Zierde gezogen.

Die knollige, gegliederte und kriechende Wur-zel, treibt einen aufrechten, runden, ein bis zweyFufi hohen Schaft und gerade, schwertförmige,sehr glatte, bläulich-grüne Blätter, die kürzersind, als der Schaft.

Die grofsen, aufrechten, gestielten, weifs-gelb-lichen, an den abstehenden Blumenkronlappen mitgelben Barten versehenen Blüthen stehen zu einoder zwey am Ende des Stengels und verbreiteneinen feinen, sehr angenehmen Wohlgeruch.

Die B1 u m e n s c h e i d e ist zwey bis drcyblätt-rig; die Blumenkrone einblättrig und sechsthei-lig; die Bohre derselben kaum von der Längeder Fruchtknoten. Von den länglichen Blumen-lappen sind wechselsweise drey zurückgebogenund spitziger; drey andere aufwärtsstehend undstumpf. Auf diesen liegen die Staubbeutel. DerFruchtknoten sitzt unten. Die Narbe istdreylappig und blumenblattförmig. Die Lappen sindzweylippig; die äufsere Lippe ist kleiner und ein-geschnitten; die innere gröfser, zv. cyspaltig und et-was eingebogen (nach Schkuhr ist dies die wahreNarbe). Die Frucht besteht in einer vielsaamigen,

länglich-eyförmigen, dreyeckigen Kapsel, welchedrey Fächer und drey Klappen bat.

Die Blüthezeit dieser Pflanze ist Mai undJuni. Sie wird sehr leicht durch Zertheilung derWurzel vermehrt.

Die Wurzel, Veilchenwurzel (radix iridisflorentinae) ist offizineil. Sie ist knollig, gegliedert,Daumensdick, zwey und mehrere Zolle lang, schwerund dicht, innen weifs, frisch mit gelbrother Rindeüberzogen und mit Fasern besetzt. So wie dieselbeim Handel vorkommt, besteht sie aus dichten,schweren, weifsen, etwas flachen, knotigen, mitgelbbräunlichen Punkten bezeichneten, von derRinde und den Fasern befrevten, an der Sonne ge-trockneten Wurzelstücken von verschiedener Ge-stalt, Gröfse und Dicke. Sie besitzt einen angeneh-men Veilchengeruch und einen schleimig-mehligenbitterlich-scharfen Geschmack. Sie mufs, da siedem Wurmfrafse und Scbimmel sehr unterworfenist, an einem luftigen und trocknen Orte aufbewahrtweiden. Sie kommt zuweilen mit den Wurzeln derblauen Schwertlilie (iris germanica L.) vermischtDiese sind aber kleiner, dünner, minder

vor,

weifs und schwächer riechend.

Abbildungen:R e d o u t e liliac. 1. t. 23.

Flor, du dict. d. scienc. med. livr. 53. pl. 204.Plenk icon. pl. med. 35.Ker. bot. Mag. t. 671.Sibthorp. fl. grsec. t. 39.Black w. herb. t. 4 l 4»Besler. hört. Eyst. vern. 8. p. 4» fc 3.Morison sect. 4. t. 5. fig. 5.C. Bauhin Thcat. 5-7,Regnault bot. icon.

Erklärung der Platte.Taf. No.

1. Der Blumenschaft.

2. Die schwertförmigen Blätter.

3. Eine Wurzelknoüe.