Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Benennungen:Griech. iA«>V Hippoc ex Spreng, bist, rei herb.

p. 47.Deutsch. Der wahre Alant. Der Alant. Alant-wurzel. Helenenkraut. Glockenwurzel.

Franz.

L'inule annee.

Ital.

Enula.

Span.

Enula campana.

Port.

Enula campana.

Engl.

The common inula, or. elecampane.

Holl.

Gewoon Alant. Alantswortel,

Dan.

Aland. Alandsroed.

S c h w e d.

Alantsrod.

Russ.

Dewjatschik.

Poln.

Oman.

Böhm.

Woman.

Ungar.

Orveny-gyöker,

Der Alant, eine ausdauernde Pflanze, wächstin Italien, Frankreich, England, Holland, in derSchweiz und Deutschland in schattigen, fetten Wie-sen, an Zäunen, Ackerrändern, Dörfern und in Wein-bergen.

Die Wurzel ist dick-astig, fleischig und fahl-gelb oder bräunlich von Farbe.

Der Stengel ist aufrecht, stark, hart, eckig,rauh, trägt mehrere Äste und erreicht eine Höhevon vier bis fünf Fufs.

Die Wurzelblätter sind sehr grofs, einenFufs und drüber lang, gestielt, eyförmig - lanzett-förmig, gekerbt, oben grün und rauh, unten weifs-lich-filzig, stehen in einem Kreise und endigen sichin den Blattstiel. Die Stengelblätter sind wenigergrofs, eyförmig zugespitzt, die untern gestielt, dieobern aufsitzend, den Stengel selbst umfafsend. So-wohl die einen als die andern sind abwechselnd.

Die grofsen, goldgelben Blüthen sind Strahlen-blumen, und stehen einzeln an den Spitzen derZweige und am Ende des Stengels.

Der gemeinschaftliche Kelch ist einfach , ein-blättrig, walzenförmig und besteht aus sehr grofsen,evförmigen, breiten, stumpfen, etwas filzigen, lok-kern, offenen Schuppen, wovon die äufsern gröf-ser und gleich lang sind. Die zusammengesetzteBlumenkrone ist gestrahlt. Die Blüthen in derScheibe sind Zwitterblumen, und im Strahl sindviele zungenförmige, weibliche Blumen zusam-mengedrängt. Die Krone der erstem ist trichter-förmig, fünfspaltig und etwas aufrecht; bey denweiblichen gleichbreit, zungenförmig und ganz un-

getheüt. Die Staubfäden sind fadenförmig undkurz. Die walzenförmigen Staubbeutel, aus fünfkleinen, gleichbreiten zusammengewachsen, endigensich jeder nach unten in zwey aufrechte Borsten,von der Länge der Staubfaden, Der Fruchtkno-ten ist lang; der Griffel fadenförmig; die Narbezweyspaltig und aufrecht. Der Blumenboden istnackt und flach.

Die Frucht besteht aus vielen länglichen Saa-men, die in dem unveränderten Kelche enthalten,und mit einer einfachen aufsitzenden Haarkrone ver-sehen sind.

Diese Pflanze, welche auch zur Zierde in Gär-ten gezogen wird, blüht im Juli und August. DieSaamen reifen im September und October. DieFortpflanzung geschieht theils durch die Wurzel-brut, theils durch Saamen.

Die Wurzel, (Alantwurzel, radix Enulae s. He-lenii s. Enulae campanae) ist offizineil. Man sam-melt sie im Herbste, oder auch im Frühjahr, undam besten von wildwachsenden Pflanzen ein. Sieist grofs, lang, ästig, wenig faserig, fleischig, schlei-mig, frisch auswendig von braungelber, getrocknetaber von graubräunlicher Farbe und inwendig weifs-lich Der Geruch der frischen Wurzel ist stark,durchdringend und campferartig; der getrocknetenveilchenartig. Der Geschmack ist anfangs etwasekelhaft, dann scharf bitterlich, einigermafsen ge-würzhaft, schleimig, und wird bey der getrockne-ten milder. Zum befsern Austrocknen wird sie ge-schält und in Scheiben oder längliche Stücke zer-schnitten.

Abbildungen.

Flor, du dict. des scienc. med, livr, i3. pl, 48.

Plenk icon. pl. med, 624.

Flor. dan. t. 728.

Ludwig. Ectyp, t. 5o»

Kniphoff. Cent, 7. n. 56.

Blackw. herb, t, 473» Helenium.

Erklärung der Platte.

Taf. No.

1. Ein blühender Zweig.

2. Der Umrifs eines Wurzelblattes.

3. Die Wurzel, als offizineller Theil.

4- Eine einzelne weibliche Blüthe aus dem Strahle.

5. Eine einzelne Zwitterblüthe aus der Scheibe.

6. Dieselbe aufgespalten.