Mehrteiliges Werk 
Plantæ medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen
Entstehung
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Benennungen.«

G riech. Zaruitot. Diosc.ex Speng. Hist. rei. herb.

P- *79-Deutsch. Der gemeine Jsop. Ysop. Hyssop.Kirchisop. Weinespe.

Franz.

Hysope.

Ital.

Jsopo.

Span.

Hisopo.

Port.

Hyssopo.

Engl.

The hyssop.'

Holl.

Hysop. Yzoop.

Dan.

Jsop.

S c h w e d.

Jsop.

Der gemeine Jsop, eine ausdauernde Pflanze,wachst in verschiedenen Gegenden Deutschlands,in Italien, Frankreich, der Schweiz und Sibirien etc.,auf niedrigen Alpen, in bergigen Gegenden, aufRuinen und alten Mauern.

Die Wurzel ist schwarz, hart, holzig, zaserig,fast von der Dicke eines Pingers, und treibt meh-rere aufrechte, fast strauchartige, etwas ästige, vier-eckige, einen bis zwey Fufs hohe Stengel.

Die gegenüberstehenden, stiellosen , lebhaftgrünen Blätter sind schmal, lanzettförmig, stumpfund ganz randig, oben glatt und unten scharf punc-tirt. Auch giebt es eine Spielart mit vierzählig-kreuzenden, lanzettförmigen Blättern.

Die blauen, zuweilen rothen oder weifsen Blu-men siud gröfstenlheils nach einer Seite gewendet,kurz gestielt, in den obern Blattwinkeln büschel-förmig vereinigt, und bilden so zusammen an demEnde der Stengel aufrechte, etwas quirlförmige, ein-seitige, beblätterte Aehren.

Der bleibende, einblättrige, walzenförmige,röhrige Kelch ist länglich, gestreift, aufrecht undmit fünf spitzen, gleichen Zähnen versehen. DieKrone ist einblättrig und rachenförmig; die Röhredünn, walzenförmig, von der Länge des Kelchs;der Schlund eingebogen; die eingeschnittene Ober-lippe aufrecht, flach, kurz und rundlich, und die

Unterlippe dreispaltig, mit stumpfen, abstehenden,kürzern Seitenläppchen und zweylappigem, ganzrandigem Mittellappen. Die vier Staubfäden stehenaufrecht und von einander entfernt; die beydenkürzern gegen die Oberlippen, die andern längerngegen die Unterlippe gerichtet. Sie sind länger alsdie Blumenkrone; die Staubbeutel sind einfach. DerFruchtknoten ist viertheilig; der fadenförmige Grif-fel unter der Oberlippe befindlich, so lang als die-selbe, und mit zweyspaltiger Narbe versehen. ImGrunde des Kelchs liegen vier fast eyförmige, brauneunbedeckte Saamen.

Man zieht die Pflanze häufig in Gärten. Sieblüht im Juni bis August, und läfst sich leicht so-wohl durch Saamen als durch Zertheilung der Wur-zeln vermehren.

Das Kraut (Herba Hyssopi, Jsopkraut) ist of-fizinell. Gewöhnlich wird dasselbe mit den Spitzenvor dem Aufbrechen der Blüthe eingesammelt, undbesitzt einen angenehmen gewürzhaften Geruch undaromatischen, erwärmenden, etwas bittern Geschmack.

Abbildungen:

Plenk icon pl. med. p. 465.

Flor du Dict, des Scienc. med. Livr. 52. pl. 198.

Jacquin fl. Austr. tab. 254-

Black well Herb. tab. 296.

Kniphof Cent. 6. n. 47«

Ludwig Ectyp. l\o.

Sabbati Hort. Rom. 3. tab. 79.

Rivin. Introd. in rem herb. tab. 68.

r

Erklärung der Platte.

Taf. No.

1. Die blühende Pflanze.

2. Die geöffnete Blumenkrone.

3. Die Blume.

4. Der geöffnete Kelch mit Fruchtknoten und Pis-

till.