Die Blumenkrone ist schmetterlingsförmig;die Fahne (Vexillum) ist breit, an der Spitze ab-gerundet und etwas ausgerandet; an der Basis en-digt sie in einen schmalen Nagel und umfafst vordem völligen Aufblühen die Segel und den Kiel;die Segel sind länglich, stumpf, an den Seiten,eben so wie die Fahne, schwach gezähnelt und ander Spitze zusammen neigend; der Kiel bestehtaus zwei verwachsenen gewölbten Blättchen, und istetwas kürzer als die Fahne. Von den zehn Staub-fäden sind neun in eine Säule verwachsen, derzehnte ist frei. Die Staubbeutel sind rundlich.
Der Fruchtknoten ist gestielt, eiförmig,etwas zusammengedrückt und gewimpert. Die Hülseist eirundlich, hart, einfächrig und undeutlichzweiklappig. Von zwei bis drei Saamen kommtnur einer zur Reife.
Die Rinde dieses Baumes wurde zuerst durchdie Engländer, und besonders durch Wright,1777 als ein kräftiges Wurmmittel bekannt. Esist die Jamaikanische Wurmrinde. (Cor-tex Geoffraeae Jamaicensis), die bei unsweit seltener, als die Surinam'sche (C. Geof-fraeae Surinamensis) , vorkommt. NachWright soll sie aufsen grau, auf der innern Seite
schwarz und gefurcht seyn, und einen faden schlei-migen Geschmack haben.
Anmerk. Die bei uns gebräuchliche Suri-namische Rinde kommt nach der Pharma-copaea Borussica von dem hier beschrie-benen Baume; von mehreren anderen Autorenaber wird sie der G. Surinamensis B. zu-geschrieben, die wir deshalb hier folgen lassen.
(N. v. E.)
Abbildungen.Wright in Phil, Transact. Vol. 6j. p. 512, tab. 10.
Erklärung der Tafel.
1. Ein blühender Zweig, nach einem getrocknetenExemplare.
2. Die Blumenkrone mit dem Kelch.
3. Der Kiel, von der Seite gesehen.
4. Die Fahne, ausgebreitet.
5. Ein Segel.
(Alle Figuren in natürlicher Gröfse.)
6. Die Staubgefäfse und das Pistill, vergröfsert.
7. Das Pistill mit dem Kelch, vergröfsert.
8. Die Frucht, in natürlicher Gröfse.