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Benennungen:
h. Das gemeine Geum. Nelkenkraut, Nel-kenwurz, Kariofillat, Benedicten würz, März-wurz.
la benoite commune. Recise, Galiote,l'herbe St. Benoit.
Erba benedetta. Gariofillata.
Jslera, Hicrba de San Benito,
Cravoilha. Garjofillata,
The common avens. The herb bennet.
Gemeen Nagelwortel. Gezegend kruid.
Nellikerod. Benedicte.d. Näglikerot,
Grebnik Grawilat.
Zarzyczka. ßendykt ziele.
Benedyktowy koren,
Gyömberesgyöker. Szent Benedek-füve.
Diese ausdauernde Pflanze findet sich durchganz Europa und ist ziemlich gemein in Gebüschen,an Waldwegen, an Hecken, Zäunen, Mauern undungebauten Orten.
Die Wurzel, welche jung blos faserig ist,bildet später einen ziemlich dicken Wurzelstock, wel-cher mit braunen, dünnen, trocknen Schuppen bedecktund mit vielen Fafern verfchen ist.
Der aufrechte Stengel, welcher eine Höhe vonein bis zwey Fufs und darüber erreicht, ist eckig,etwas rauh und zottig, oben ästig, etwas vorwärtsgebogen und am Grunde gewöhnlich von braun-röthlicher Farbe.
Die Wurzelblätter sind gestielt und gefiedert.Sie bestehen aus fünf, sieben, neun odereilf Fieder-blättchen, welche alle eyförmig, etwas zugefpitzt, ein-geschnitten-gezahnt, etwas rauhaarig, runzlig undam Grunde fchmäler sind. Die untern Blättchenpaaresind kleiner, und die drey an der Spitze, beson-ders das vorderste Blättchen gröfser, als die übri-gen. Die abwechselnden Stengelblätter sind drey-zählig, oft tief dreytheilig oder gelappt, und dieobersten gewöhnlich einfach, ungetheiltund lanzett-förmig. Die Afterblätter am Grunde der Blättersind grofs, stiellos, umfassend, eyförmig-rundlichund mehr oder weniger tief eingeschnitten-gezahnt.Die kleinen, gewöhnlich aufrechten, gelbenBlumen stehen einzeln an der Spitze auf langen,zottigen, runden Stielen.
An jeder Blume bemerkt man einen einblätt-rigen, bleibenden, zottigen, etwas aufrechten, zehn-spaltigen Kelch mit spitzigen, abwechselnd sehrkleinen Einschnitten: einefünfblättrioe Blumenkronevon der Länge des Kelches oder etwas kürzer, mitrundlichen, ungetheilten, rosen förmig geöffneten undmit schmalen Nägeln verseheneu Blumenblättern;sehr viele (60 his 70) pfriemenförmige Staubfaden,welche so lang als der Kelch, auf demselben be-festigt sind, und etwas breite, kurze, stumpfe, rund-liche Staubbeutel tragen; endlich sehr viele obereFruchtknoten, welche in ein Köpfchen vereint sind,
und wovon jeder einen langen, haarigen, bleiben-den und mit einfacher Narbe versehenen Griffel hat^Der eyförmige, fast sitzende Fruchtknoten indem zurückgebogenen Fruchtkelche enthält sehrviele längliche, eyförmige, weichhaarige mit brau-nen langen, nakten, an der Spitze hakenförmig ge-krümmten Grannen versehene Saamen.
Diese Pflanze, wovon es eine Varietät mitunterbrochen-gefiederten Blättern, gröfsern, etwashängenden Blumen und abstehenden Kelchen gibt,blüht von Mai bis Juli und vermehrt sich sehrdurch Wurzelsprossen und ausfallenden Saamen,welcher im Juli bis September zur Reife gelangt.
Die Wurzel, (Nelkenwurz, Benediktenwurz,Märzwurz Garaffelwurz, Radix Caryophyllatae, s.Gei urbani) ist oflicinell.
Man sammelt diese aufswendig dunkel bräunlich-rothe, inwendig rötblich-gelbweifse, gewöhnlich mitrothem Kerne versehene Wurzel, an (deren feder-kieldicken und dickern Hauptwurzel sich viele langespindelförmige Fasern befinden, am besten im Aprilund Mai zur Zeit wo sich die Blätter zu entwickelnbeginnen, und nimmt sie zum Arzneygebrauchevon trocknen, bergigen Standorten; denn die anfeuchtern, sumpfigen Orten wachsenden haben eineweniger wirksame Wurzel. Da sie sehr bald ihreKräfte verliert, so mufs man sie vorsichtig trock-nen und gut aufbewahren. Der Geruch derselbenist besonders im frischen Zustande balsamisch, undschwach gewürznelkenartig, so wie auch der Ge-schmack, welcher zugleich etwas zusammenziehendund herb-bitterlich ist.
Eine Verwechselung der ächten Nelkenwurzelnmit den viel längein und brauner gefärbten Wur-zeln des Wassergaraffels (Geum rivale L), läfst sichauch leicht an dem gänzlichen Mangel des gewürz-haften Geruchs erkennen.
Abbildungen»
Flor, du dict. des scienc med. livr. 17. pl. 64*
Plenk. icon. pl. med. tab. 4*5.
Murray in nov. Comm. Götting. t, 4» A.
Curtis H. Lond. n. ig,
Oeder fl. dan. t. 672.
Eng. botany. t. i4oo
Schkuhr. bot. Handb. t. 137.
Sturm Deutschi. Flor. I. 5.
Blackwell Herb. t. 253.
Ludwig Ectyp. t. 30.
Kniphoff Cent. 9. n. 4 2 »
Erklärung der Platte.
1.
-o.
6.
Taf. No.
Ein blühender Zweig.
Die junge Pflanze.
Kelch mit Staubgefäfsen.
Ein Staubgefäfs vergröfsert.
Ein Blumenblatt,
Das Pistill.