Centaurium m i n u s
Ccntauriu in vulgare .....
HippocentaureaCcntaurium
Erythraea Centaurium, foliis oblongo-ovalibus
basi rosaceis congestis, caule elongato, flo-
ribus fasciculato - paniculatis, basi squamis
1-2 cinctis ♦ ♦
E. caule dicbotomo tetragono corymboso, foliis ellip-
ticis trincrviis, calycis laciniis subulatis sub-
patulis, corollae limbo piano
Benennungen:
G r i e c h. mvTxv'qicv fxiv.ow >j kip\eii-.v Diosc, ex Spreng.Hist. rei. herb. p. 16.
Deutsch. Das Tausendgüldenkraut. Das Fieber-kraut.
Franz. La gentiane centaurelle. La petite cen-tauree. Fiel de terre.
Ital. Centaurea menor.
Span. u. Port. Centaurea menor. Fei da terra.
Engl. The lesser centory.
Santorie. Duizendguldenkruid,
Holl.
Dan. Tusindgylden, Agerum.
S c h w e d. Agerum.
Russ. Solotnik polewoi.
P o 1 n. Centurzya mnieysza.
Böhm. Czyntaria. Hljstnik.
Ung. Föld epehi. Kis Czenturia.
Das Tausendgüldenkraut, eine jährige Pflanze,wächst im nördlichen Europa, und wird in Deutsch-land häufig in grasigen, waldigen, gebirgigen undsonnigen Gegenden, auf Wiesen und Weiden, aufGrasplätzen in Wäldern und an Waldrändern u. s. w.,angetroffen.
Die Wurzel ist klein.
Der aufrechte , eckige , glatte, band - oderfufslange Stengel ist unten gewöhnlich einfach, undoben wenig und gabelförmig ästig. Die gegenüber-stehenden, stiellosen Blätter sind länglich-eyförmig,ganz ungetheilt und stumpf, glatt, dreyrippig unddie obern schmäler.
Die fleisch-oder rosenfarbigen, schönen Blu-men stehen an der Spitze des Stengels, und bildeneine dicht-stehende Doldentraube.
Der bleibende einblättrige Kelch ist ange-drückt , fast fünfseitig und in fünf etwas abstehendepfriemenförmige, aufrechte Abschnitte getheilt. Dieeinblättrige, trichterförmige Blumenkrone mit lan-ger Röhre ist fünfspaltig. Die Abtheilungen sindetwas vertieft und elliptisch. Die fünf kurzen, aufder Röhre befestigten Staubfäden sind mit längli-chen, grofsen Staubbeuteln versehen, welche sich
Royen Lugd-bat. 7.
Dali bar d fl. Paris, p. 81.
C. Bauh. pin. p. 278.
Dodon. purg. 32.
Camer epit. p. 4 2 S.
Rafn. schumach. sseland. p. 68.
Schult. Oestr. fl. 2. edit. I. p. 283.
Persoon syn. pl. I. p. 283.
Willd. enum. h. Berol. I. p. 247*Römer et Schult regit, veg. IV. p. 166.
nach der Blülhezeit spiralförmig zusammenwinden.Der Fruchtknoten ist länglich und walzenförmig;der Griffel ist einfach; die Narbe kopftörmig und zwey-theilig; und die Kapsel linienförmig, einfacherig,zweyklappig und vielsaamig.
Von dieser Pflanze, welche im Junius undAugust blüht , und deren Saamen im Septemberund October zur Reife gelangen, giebt es eine Ab-art mit weifsen Blumen, und eine andere welcheviel kleiner und astiger ist. Man pflegt sie nichtbesonders anzuziehen.
Das Kraut (Tausendgüldenkraut, Herba Cen-taurii minoris) ist offizinell.
Gewöhnlich wird die ganze Pflanze mit den Blumen,ohne Wurzeln im Juni eingesammelt. Die Blüthensind unwirksam und sollten nicht mit eingesammeltwerden. Die Pflanze ist geruchlos, besitzt aber ei-nen sehr bittern Geschmack.
Abbildungen:
Unter Chironia Centaurium.
Engl, botany. t. 4'7«
Curtis fl. Lond. fasc. IV. t. 22.
Hayne getreue Darst. t. 29.
Sturm. Deutsch, flor. fasc. 1. 12.
May er hofer fl. monac. t. 5.
St. Hilaire fasc. 24. t. 1.Unter Gentiana Centaurium.
Oeder fl. dan. t. 617.
Black well herb. t. 452.
Buillard herb. t. 253.
Plenk icon. pl. med. t. 173.
Erklärung der Platte.
Taf. Nro.
1. Eine blühende Pflanze.
2. Die geöffnete Blumenkrone.
3. Der Kelch mit Fruchtknoten.
4. Die zweiklappige Kapsel.