Benennungen:
Griech, pthlx Homer ex Spreng, bist, rei herb,
p, 19.
Deutsch, DieEsche, Eschbaum, Asche, Aschbaum.
Franz. Le frene.
Ital. Frassino.
Span. Fresno,
Port, Freixo,
Engl, The ash, ash-tree.
H o 11. Escheboqm. Esch.
Dan, Ask. Asketraee.
S c h w e d, Ask. Asktrsed.
Russ, las. lasen.
Po In. Iesion.
Böhm. Iessen.
Um
Köröfsa.
Dieser Baum wächst durch ganz Europa, häu-fig in Deutschland, auch im nördlichen Asien, undfindet sich an feuchten Wiesen, fliefsendenWafsern,um Dörfer und an Zäunen. Als Zierde unsererWälder macht die gemeine Esche den höchsten Bäu-men den Rang streitig. Mit Schnelligkeit wächstsie aus dem Grunde der lhaler bis zum Gipfel derBerge, erreicht zuweilen eine Höhe von i3o Fufsund wird 2 bis 3oo Jahre alt. Ihre Nähe ist je-doch allen Vegetabilien schädlich und verderblich,welches man den giftartigen Ausfliifsen seines Lau-bes zuschreibt.
Der Stamm ist aufrecht und hoch; dieRindeaschfarbig, im Alter rifsig und rauh; die der Zweigegräulich oder bräunlich und glatt. Die Aeste sindmeistens gegenüberstehend.
Die gestielten, gegenüberstehenden Blättersind ungepaart gefiedert, und bestehen aus 11 bis i3fast stiellosen, lanzettförmigen, am Grunde keilför-migen, langgespitzten, gesägten und auf beydenSeiten glatten Blättchen. Die Blattknospen sindkurz, ey förmig und beständig schwärzlich.
Die Blüthen sind schwarzpurpurroth und ste-hen in schlauen Rispen dicht unter der Spitze anden Seitenknospen der jungen Zweige. In den Blü-then ist dieser Baum sehr veränderlich. Es gibtZwitterblumen und männliche Blumen in einer Ris-pe, und männliche, weibliche, und zAvitterblumenauf verschiedenen Bäumen.
Die Zwitterblüthen haben keinen Kelch undkeine Blumenkrone; am Grunde des Fruchtkno-tens zwey aufrechte kleine Staubfäden mit aufrech-ten vierfurchigen Staubbeuteln; einen eyförmigenzusammengedrückten Fruchtknoten, mit walzen-förmigem aufrechtem Griffel, welcher mit einerdicklichen, ausgerandeten oder zweyspaltigen Narbeversehen ist. Die männlichen und weiblichen Blu-men sind den Zwitterblüthen ähnlich; nur sind dieerstem ohne Griffel, die andern ohne Staubfäden.
Die Frucht besteht in einer länglichen, zu-
sammengedrückten , sich nicht öffnenden, oben miteinem häutigen Flügel versehenen zwey fächerigenKapsel, welche sehr oft nur einen lanzettförmigenaschfarbigen Sa amen enthält, indem das eine Fachmeistens Saamenlos ist.
Die Blüthezeit ist April und Mai vor dem Aus-bruch der Blätter. Die Saamen reifen im October.Durch Wurzelsprofsen und durch Saamen, der, so-bald er reif ist, gesäet werden mufs, Avird die Hoch-esche fortgepflanzt. Auch gibt es manche Varietätenderselben z. B. mit bunten Blättern und bunter Rin-de, mit warziger Rinde, mit hängenden Zweigen,früher und später blühende und noch mehrereandere.
Die Rinde (Eschenrinde, Aschenrinde, Hoch-eschenrinde, Wundholzrinde, Cortex fraxini, frü-her auch das Holz, die Blätter und Saamen) istoffizineil. Sie ist rauh, rifsig, zerbrechlich, auswen-dig von einer aschgrauen, ins Grüne spielenden Far-be, mit hellen, höckrigen Punkten besetzt und in-wendig weifsgelblich. Sie besitzt keinen Geruch,aber einen bittern, schleimigen, zusammenziehendenGeschmack. Der wäfserige und geistige Auszug hat,gegen das Licht gehalten, eine blafsgelbe Farbe;aber gegen einen dunkeln Körper gehalten, erscheinter himmelblau. Die Rinde der altern Aeste wird de-nen der Jüngern Zweige vorgezogen, und von derOberhaut und den ihr anhängenden Moosen undFlechten gereinigt.
In warmen Gegenden schwitzt aus der Rindeund den Blättern ein zuckerartiger Saft, der einegeringe Sorte von Manna gibt,
A b b i 1 d u 112: e n'
Reiter und Abel Abbild, t. 5.
Flora dan. t. 0C9.
En gl. bolany. 1692.
Schkuhr bot. Handb. t. 337.
Du Hamel edit. Michel. IV. t. i/L
Flor, du diel, d. scienc. med. livr. 45. pl. 172.
Lam. lllust. Gen. t. 858. f. 1.
Blackw. herb. t. 328.
I. Bauhin. hist. 1. Pars. 2. 174.
Dodon. pempt 833.
Erklärung der Platte.
Ein Zweig mit Blättern.
Taf. No.i.
2. - - - weiblichen Blüthen.
3. - - - männlichen Blüthen.
4. Ein Aestchen mit männlichen und Zwitterblüthen,
5. Eine vergröfserte Zwitterblume.
6. - - männliche Blume.
7. Ein Aestchen mit weiblichen Blüthen,
8. Eine vergröfserte weibliche Blume.
9. Ein Ast mit reifen Saamen.
10. Eine durchgeschnittene Flügelfrucht, um den
Saamen zu zeigen.