herbe du diable, pomme du dlable, herbe
ä la taupe, noix metelle.Ital. Stramonio, datura, pomo spinoso, noce
metella.S pa n. Estramonio.P o v t u g» Estrammon i a.Engl. Tbe thorn apple,Holl. Doorn appel.D ä n, Elskovs - villie^ Püg - acble,
Schwed. Spikk-lubba.Russ, Durman, Durnischnik.
Poln. Szaley wielki, psinki.
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Tsuda-fu, Maszlag, Tsattantö.
Der gemeine Stechapfel oder Tollstechapfel, ur-sprünglich in Ostindien zu Hause, ist eine einjähri-ge Pflanze, welche zuerst in Gärten gezogen, jetztaber seit mehreren Jahrhunderten einheimisch ge-worden, überhaupt durch ganz Europa in Feldern,in und um die Dörfer, auf Schutthaufen, Kirchhö-fen, im Gartenlande, an Gräben etc. angetroffen-\\ ird.
Ihre Wurzel ist weifs, holzig, dick und hat vie-le Fasern. Der Stengel ist aufrecht, zweytheilig,sehr ästig, glatt, dick, ziemlich rund und zv/ey bisdrey Fufs hoch. Die Aste sind ausgebreitet.
Die grofsen, breiten, gestielten, eyförmigen, un-gleich buchtig-gezahnten, sehr spitzigen, weichen,glatten Blätter, stehen abwechselnd in den Winkelnder Zweige und sind niedergebogen, oben von dun-keler, unten von blafsgrüner Farbe.
Der Kelch, eine Blumendecke, ist einblättrig,länglich röhrig, bauchig, fünfeckig und fünffäche-rig. Er fällt durch eine Querspalte nahe bey derBasis ab und der zurückbleibende Kreisrunde Theilist beständig.
Die Blumen sind grofs, einblättrig, trichterför-mig, weifs, kurz gestielt, noch einmal so lang alsder Kelch und entspringen in den Winkeln oderan andern Enden der Zweige, Sie haben eine grün-liche, walzenförmige Röhre, welche fast langer istals der Kelch und eine grofse fünfeckige Mündung,welche gefaltet ist und an jeder Ecke in eineschmale Spitze ausläuft; fünf Staubfäden; die Trä-ger sind pfriemenf örmig, so lang als der Kelch,
die Staubbeutel sind länglich, zusammengedrücktund stumpf.
Der Fruchtknoten ist eyrund, der Griffel faden-förmig gerade. Die Narbe etwas dick, stumpf undbildet zwey Platten.
Die Frucht ist eine eyförmige, aufrechtstehende,mit kurzen, dicken, scharfen Stacheln dicht beklei-dete Kapsel. Sie sitzt auf dem Boden des Kelchs,zerthcilt sich zur Zeit der Reife in vier Schalenstü-cke und hat inwendig vier mit zahlreichen nie-renförmigen, glatten, etwas zusammengedrückten,aufsen schwarzen, innen weifsen, runzlichen Saamenangefüllte Fächer.
Sie blüht vom May bis September und bringtim Herbste reife Früchte, wird baldig in Gärten ge-zogen, kommt in einem magern, steinigen Bodensehr Erat fort und vermehrt sich sehr stark durchden ausfallenden Saamen, welcher ein ganzes Jahrauf der Erde liegen kann, ohne die Kraft zum Kei-men zu verlieren.
Das Kraut, Stechapfelkraut und der Saame, (her-ba et semen Datune s. stramonii) sind offizinell. DieBlätter besitzen einen betäubenden widrigen Geruchund ekelhaften Geschmack, so wie auch die Saa-men, welche aber ohne Geruch sind. Sie gehörenzu den narkotischen Giften.
Abbildungen:
Black well herb. 1. 313.
Weinmann n. 950 d,
Oeder fl. dan. t. 436.
Gärtner 2. p. 243. t. 132. f. 4,
Zorn ic. pl. t. 286.
Schkuhrs bot, Handb. t. 43,
Handb. der pharm. Bot. bl. XIV. f. 95.
J. J. Plenk ic. pl. med. t. 96.
Fl. du dict. des sc. med. livr. 80. pl. 332,
Erklärung der Platte.
Taf. No.
1, Ein blühender Zweig.
2, Ein grofses Blatt.
3, Eine geöffnete Krone mit fünf Staubgefäfsen und
dem Stempel.
4, Eine horizontal durchschnittene Frucht,